5 Tipps für Ihr Global Content Marketing

Der Sprung ins Ausland ist für viele Startups ein Schritt, der schwerfällt. Unsicherheit, zusätzliche Arbeit und die Angst vor dem Scheitern sind nur einige Gründe dafür, dass die wenigsten Gründer nach einer kurzen Zeit ins Ausland expandieren. Dabei bieten ausländische Märkte riesige Potentiale. Die Erschließung und Nutzung neuer Möglichkeiten und Zielgruppen bietet Ihnen in erster Linie drei Vorteile: Das Wachstum Ihres Startups und die Steigerung Ihres Umsatzes. Darüber hinaus sorgt die Erschließung neuer Märkte und Zielgruppen dafür, dass Ihr Unternehmen noch bekannter wird.

 

Um auf ausländischem Boden erfolgreich zu sein, müssen Sie selbstverständlich vieles beachten. Ein Punkt, der unbedingt auf Ihre Orga-Liste gehört, ist das Global Content Marketing. Der Begriff beschreibt die Vermarktung Ihrer Inhalte auf internationaler Ebene. Damit alles glatt läuft und Sie nicht in ein unangenehmes Fettnäpfchen treten, wollen wir Ihnen im Nachfolgenden 5 wertvolle Tipps vorstellen, die Ihnen Ihr Global Content Marketing und den Schritt ins Ausland erleichtern werden. Den Abschluss dieses Beitrags bildet ein Beispiel aus der Praxis, das Ihnen zeigt, wie wichtig Global Content Marketing ist – auch wenn Ihr Startup noch in den Kinderschuhen steckt.

 

#1: Stellen Sie ein kompetentes Team zusammen

 

Eine Expansion ins Ausland ist selbstverständlich immer mit mehr Arbeit verbunden. Um diese zu kompensieren, werden Sie vermutlich nicht drum herum kommen, zusätzliches Personal einzustellen. Das Team, welches sich mit dem Global Content Marketing befasst, sollte allerdings keinesfalls ausschließlich aus neuen Angestellten bestehen. Um ein kompetentes Team zusammenzustellen, müssen Sie erfahrene Mitarbeiter mit neuen Experten zusammenbringen. Der Mix aus Erfahrung und frischen Ideen sorgt dafür, dass sich Ihr Team unbefangen und fachlich professionell mit dem Global Content Marketing befassen kann.

Neben der fachlichen Komponente ist auch die persönliche von großer Bedeutung. Achten Sie daher gewissenhaft darauf, dass sich die einzelnen Team-Mitglieder gut verstehen und es nicht zu Reibungen kommt.

Unser Tipp für Sie: Ernennen Sie einen Team-Leiter, dem Sie vertrauen. Dieser soll die einzelnen Aufgaben unter den Team-Mitgliedern verteilen und kontrollieren, ob jeder seiner Arbeit nachgeht. Wichtig ist, dass jeder Mitarbeiter eine feste Aufgabe hat. Auf diese Weise wird nichts vergessen.

 

Alles auf einen Blick:

  • Stellen Sie neues Personal ein
  • Organisieren Sie ein Team aus alten und neuen Mitarbeitern
  • Ernennen Sie einen Team-Leiter
  • Lassen Sie von diesem Aufgaben verteilen

 

#2: Prüfen Sie die Chancen Ihres Startups im Ausland

 

Marketing bedeutet nicht nur, die Bekanntheit Ihres Startups zu steigern, sondern auch, zu überprüfen, welche Chancen die Idee des Unternehmens und die Strategien im Ausland haben. Fragen Sie sich deswegen vorweg immer: Wird mein Produkt / meine Dienstleistung im Zielland überhaupt benötigt? Oder anders ausgedrückt: Gibt es eine Zielgruppe für mein Startup? Wenn Sie versuchen, super-stylische Pudelmützen in Dubai zu verkaufen, können beide Fragen getrost mit „Nein“ beantwortet werden.

Es ist durchaus nicht ungewöhnlich, dass bestimmte Geschäftsideen im Ausland auf taube Ohren treffen. Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass kein Bedarf besteht. Ein Beispiel hierfür ist eine App, die dem Nutzer eine virtuelle Beziehung zu einer digitalen Frau ermöglicht. Während die Applikation in Japan ein Riesen-Erfolg wurde, floppte sie in Europa komplett.

Unser Tipp: Eine umfangreiche Markt-Analyse ist unverzichtbar, wenn Sie die Chancen Ihres Startups überprüfen wollen. Fokussieren Sie sich dabei auch auf die Konkurrenz. Das Finden einer unbesetzten Nische ist sehr erfolgversprechend.

 

Alles auf einen Blick:

  • Führen Sie eine Marktanalyse durch
  • Checken Sie die Konkurrenz
  • Finden Sie Nischen
  • Prüfen Sie, ob es eine (kaufkräftige) Zielgruppe für Ihre Dienstleistung / Ihr Produkt gibt

 

#3: Eine professionelle Übersetzung ist das A und O

 

Es liegt auf der Hand und ist dennoch häufig ein Grund für das Scheitern vieler Startups: Die richtige Übersetzung. Zwei Hinweise vorweg: 1. Kommen Sie bloß nicht auf die Idee, die Inhalte Ihrer Homepage selbst zu übersetzen. 2. Kommen Sie bloß nicht auf die Idee, dass von einer Übersetzungsmaschine wie dem Google Translater machen zu lassen. Das Ergebnis wird in beiden Fällen unzureichend bis katastrophal werden.

Content Marketing Global Content Marketing bedeutet, dass Sie die neuen Zielgruppen auf einer sprachlich perfekten Ebene erreichen. Dies gelingt Ihnen jedoch nur, wenn Sie professionelle Übersetzer damit beauftragen, Ihre Inhalte übersetzen zu lassen. Viele Übersetzungsbüros beschäftigen verschiedene Muttersprachler und haben sich auch darauf spezialisiert, die Übersetzungen nach SEO-Maßstäben durchzuführen.

Der große Vorteil von Muttersprachler-Übersetzern ist, dass sie nicht nur (logischerweise) die Sprache beherrschen, sondern auch sprachliche Besonderheiten kennen. Darüber hinaus kennen sie sich mit der Kultur Ihres Ziel-Landes aus und können Ihnen helfen, Fettnäpfchen zu umgehen.

Generell genügt es, bereits bestehende Texte 1:1 in eine andere Sprache übersetzen zu lassen. Google wertet dies nicht als Duplicate Content. Besser ist es jedoch, wenn Sie Ihre Inhalte individuell an die neuen Märkte anpassen, Passagen weglassen und neue hinzufügen. Je maßgeschneiderter ein Text ist, desto besser wird er von der Zielgruppe angenommen.

Übrigens: Der Begriff Content umfasst längst nicht nur Texte. Auch Bilder und Videos müssen gegebenenfalls übersetzt werden. Doch nicht nur Beschreibungen und Untertitel, sondern auch die Symbolik der (Bewegt-)Bilder sollten auf die jeweiligen Länder angepasst werden. Gleiches gilt für Ihre Social Media-Präsenzen. Lesen Sie mehr dazu im Tipp #4.

Unser Tipp: Mit den Sprachen Englisch, Spanisch, Französisch und Arabisch erreichen Sie 134 Länder auf der ganzen Welt. Übersetzungen in diese Sprachen sind also absolut empfehlenswert. Wirtschaftlich betrachtet sind auch die Sprachen Mandarin, Japanisch, Russisch und Portugiesisch von Bedeutung.

 

Alles auf einen Blick:

  • Finger weg von Übersetzungs-Maschinen und eigenen Übersetzungs-Versuchen!
  • Engagieren Sie ein professionelles Übersetzungsbüro
  • Lassen Sie alle Inhalte (Homepage, Broschüren, Plakate, Bilder etc. übersetzen)
  • Achten Sie auch auf die „Übersetzung“ von Bildern und Videos

 

#4: Setzen Sie sich mit der Kultur der Länder auseinander

 

Eine sexy Frau, die nichts als einen winzigen Bikini trägt und als Werbe-Figur für einen neuen Sport-Drink wirbt, kommt vielleicht in Europa und Amerika gut an, stößt aber in muslimisch geprägten Ländern eher auf wenig Sympathie.

Dieses plakative Beispiel soll Ihnen verdeutlichen, wie wichtig es ist, sich mit den kulturellen Besonderheiten der Länder, in die Sie expandieren wollen, auseinanderzusetzen. Vor allem spezielle Symboliken und religiöse Hintergründe stellen teils gefährliche Fettnäpfchen dar, die es zu vermeiden gilt. Darüber hinaus sollten Sie besonders vorsichtig sein, wenn sich Ihre Startup mit den Bereichen Tabak, Alkohol und Glücksspiel auseinandersetzt. Hier gilt: Überprüfen Sie vor Ihrer Expansion umfangreich, welche Gesetze in den jeweiligen Ländern gelten. Es kann durchaus passieren, dass Sie mit Ihrem Produkt in manchen Ländern erst gar nicht launchen können.

Unser Tipp: Holen Sie sich einen Experten ins Boot. Menschen mit Wurzeln in den Ländern, in die Sie expandieren wollen, können Ihnen genau sagen, was gut funktioniert und was eher zum Scheitern verurteilt ist. Mit einem solchen Insider-Wissen können Sie Ihr Global Content Marketing perfekt auf die neuen Zielgruppen anpassen. Das kann vor allem im Social Media-Bereich ein echter Vorteil sein.

 

Alles auf einen Blick:

  • Setzen Sie sich mit kulturellen Besonderheiten auseinander
  • Prüfen Sie, wie Ihr Content bei neuen Zielgruppen ankommt
  • Prüfen Sie, ob Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung im Zielland gestattet ist
  • Arbeiten Sie mit einem Experten zusammen

 

#5: Pflegen und erweitern Sie Ihren Content

 

Egal ob Sie mit Ihrem Startup im In- oder Ausland aktiv sind, es gilt in jedem Fall: Wer seinen Content nicht pflegt und kontinuierlich erweitert, kann keine langfristigen Erfolge verbuchen.

Es ist daher unverzichtbar, dass Ihr Content-Team für den ausländischen Markt stetig neue Inhalte bereitstellt und die bereits bestehenden aktualisiert. Auf diese Weise machen Sie immer mehr Menschen auf sich aufmerksam. Nicht zuletzt werden auch Google und andere Suchmaschinen dieses Engagement honorieren und Ihnen bessere Ranking-Ergebnisse bescheren.

Unser Tipp: Stellen Sie ein kleines „Unter-Team“ für die Pflege Ihrer Social Media-Kanäle zusammen. In diesem Bereich ist die regelmäßige und langfristige Erweiterung des Contents unerlässlich. Der Aufwand lohnt sich. Soziale Netzwerke sind längst fester (und effektiver) Bestandteil der Marketing-Strategien vieler Startups.

 

Alles auf einen Blick:

  • Stellen Sie immer neue Inhalte bereit
  • Aktualisieren Sie bestehende Inhalte
  • Gründen Sie ein eigenständiges Social Media-Team

 

Praxis-Beispiel: Die erfolgreichen Auslands-Launches von GoButler

 

Wenn Sie sich an dieser Stelle denken: „Na ja, mit der Expansion ins Ausland hat es ja noch ein bisschen Zeit.“, sollten Sie unbedingt das Praxis-Beispiel von GoButler lesen, das durchaus auch als Erfolgsgeschichte bezeichnet werden kann.

Die Idee hinter dem Startup: Jeder hat seinen „persönlichen Butler“, den er 24 Stunden 7 Tage die Woche per SMS erreichen kann. Tisch-Reservierung im Restaurant, Termin-Vereinbarung beim Arzt oder Buchung des Wochenend-Trips – GoButler übernimmt alle Aufgaben, die im Alltag aufhalten und nervig sind.

Dass der kostenlose Concierge-Dienst einschlug wie eine Bombe, bezeugt die Entwicklung des Startups. Nach nur einer Woche launchte das deutsche Unternehmen in Groß Britannien, Österreich und Schweden. Wenig später kamen dann noch die Niederlande, Spanien, Hongkong, Kanada, Singapur, Italien, Frankreich und die Vereinigten Arabischen Emirate hinzu.

Ganz klar: Ohne das richtige Global Content Marketing wäre die Geschichte von GoButler weit weniger erfolgreich verlaufen.

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