Cloud Computing – sinnvoll für Ihr Startup?

Cloud Computing ist ein Begriff, der sich immer mehr in den IT-Sektoren großer Unternehmen durchsetzt. 2014 haben 44 % aller deutschen Firmen auf einen Cloud-Dienst gesetzt und ¾ davon sind durchgehend zufrieden damit gewesen. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Begriff Cloud Computing? Und: Ist ein solcher Dienst sinnvoll für Ihr Startup? Wir sind diesen Fragen für Sie auf den Grund gegangen.

 

Cloud Computing bezeichnet das Speichern von unternehmensinternen Daten in einem externen Rechenzentrum sowie das Ausführen von Programmen, die nicht auf einem lokalen Computer oder Server installiert sind. Die Cloud, in der Daten, Programme und Anwendungen gespeichert sind, werden von unterschiedlichen Anbietern bereitgestellt. Der Zugriff erfolgt via technisch definierter Schnittstelle, Protokoll oder Internet-Browser. Besonders praktisch ist hierbei, dass die Nutzer einer Cloud selbst bestimmen können, wie viel Speicherplatz sie benötigen und welche Prozessorleistung sie haben wollen. Auf diese Weise ergibt sich eine überaus flexible Nutzbarkeit des Cloud Computings, das ideal an die Bedürfnisse der Unternehmen angepasst werden kann. Doch das sind noch längst nicht alle Vorteile vom Cloud Computing.

 

Flexibel, günstig, einfach – Die Vorteile des Cloud Computings

 

Clouds, also externe Rechenzentren, sind eine perfekte Lösung für Startups. Sie ermöglichen eine flexible Arbeitsweise und verursachen dabei nur geringe Kosten. Die Vorteile des Cloud Computings sollen im Folgenden noch genauer analysiert werden.

 

Geringe Kosten: Die Alternative zur Cloud sind ein internes Rechenzentrum oder ein  Server. Hierfür ist eine Vielzahl an Soft- und Hardware nötig, was wiederum hohe Kosten verursacht. Im Gegensatz dazu steht der Cloud-Dienst, für den lediglich eine monatliche Miete fällig wird. Hinzu kommt, dass jeder sein individuelles Cloud-Paket zusammenstellen kann und auf diese Weise auch wirklich nur das bezahlt, was er auch benötigt. Weiterhin werden Kosten für zusätzliches Personal und Wartungsarbeiten gespart.

 

Cloud Computing für Startups Flexibilität: Eine Cloud ermöglicht es Ihnen, überall und zu jeder Zeit auf verschiedene Daten und Programme zuzugreifen. Dadurch ergeben sich Ihnen schier unendliche Möglichkeiten, Ihren Arbeitsalltag zu gestalten. Egal, ob im Café, im Park oder auch mal von Zuhause aus – Cloud Computing ermöglicht es Ihnen, Ihren Workflow an Ihren Alltag anzupassen. Das dürfte insbesondere für Startups aus dem Kreativbereich und Gründer, die viel auf Reisen sind, sehr attraktiv sein.

 

Geringer Verwaltungsaufwand: Ein letzter großer Vorteil des Cloud Computings ist der damit verbundene minimale Verwaltungsaufwand. Im Gegensatz zu einem internen Rechenzentrum fordert eine Cloud kaum Verwaltung und erst recht kein eigenes Personal. Updates und eine Vergrößerung der Kapazitäten sind ohne großen Aufwand möglich. Hinzu kommt, dass eine Cloud nie gewartet werden muss. Kommt es doch einmal zu technischen Schwierigkeiten, ist es die Aufgabe des Cloud-Anbieters, sich darum zu kümmern.

 

Cloud Computing wird jedoch nicht von allen als etwas durchgehend Positives betrachtet. Viele Unternehmen fürchten sich davor, dass Ihre Daten in einer Cloud nicht sicher sind und verloren gehen können. Auch der Missbrauch beziehungsweise Klau von Daten ist etwas, was viele Skeptiker beunruhigt. Tatsächlich sind die Cloud-Dienste mittlerweile jedoch auf einem so hohen Standard angekommen, dass solche und ähnliche Bedenken schnell zerschlagen werden können. Die Mehrzahl der Nutzer von Clouds ist überaus zufrieden damit und möchte den Dienst nicht mehr missen.

 

Die vier Modelle von Cloud Computing

 

  • Public Cloud – Die öffentliche Wolke: Eine Public Cloud ist für die breite Öffentlichkeit zugänglich und kann über das Internet erreicht werden.

 

  • Private Cloud – Die private Wolke: Der Zugang erfolgt über ein firmeninternes Netzwerk (meist via Intranet). Dadurch ist der Zugang zur Private Cloud wesentlich beschränkter. Die meisten Unternehmen nutzen dieses Modell, da es sicherer ist.

 

  • Hybrid Cloud – Die hybride Wolke: Hierbei handelt es sich um eine Mischform aus privater und öffentlicher Cloud, die perfekt auf die Bedürfnisse des Nutzers angepasst werden kann.

 

  • Community Cloud – Die Gemeinschafts-Cloud: Dieses Modell gleicht der Public Cloud, der Zugang wird jedoch von mehreren Nutzern mit gleichen oder ähnlichen verwendet. Auf diese Weise werden kosten zusätzlich minimiert.

 

Wann ist Cloud Computing für mein Startup sinnvoll?

 

Generell ist Cloud Computing immer eine interessante Alternative zu Rechenzentren oder Servern, die häufig hohe Kosten verursachen und daher besonders für junge Startups eine eher semioptimale Lösung darstellen. Darüber hinaus gilt der einfache Grundsatz: Je mehr Mitarbeiter Sie in Ihrem Startup beschäftigen, desto sinnvoller ist der Einsatz einer Cloud.

 

Die beiden größten Vorteile – die geringen Kosten und die Flexibilität – sorgen dafür, dass immer mehr Startups auf Cloud-Dienste setzen und ihre IT-Infrastruktur dahingehend umstellen. Letztendlich muss jedes Unternehmen selbst entscheiden, ob Cloud Computing eine sinnvolle Lösung ist oder nicht.

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