Deal oder Flop? – Das geschah gestern bei „Die Höhle der Löwen“

Gestern Abend durften wir uns wieder über eine neue, spannende Folge der „Höhle der Löwen“ freuen. Wieder mit dabei: Jede Menge außergewöhnliche Startups, eine charmante Jury, die die Gratwanderung zwischen Spaß und Ernst perfekt beherrscht sowie einige spannende Deals, die zwischen den Unternehmern und Investoren zustande kamen. Wenn Sie die dritte Folge der zweiten Staffel von „Die Höhle der Löwen“ verpasst haben oder sich noch einmal detailliert über die Startups und entstandenen Deals informieren wollen, sind Sie hier genau richtig. Wir lassen die gestrige Folge noch einmal Revue passieren.

 

Zur Zusammenfassung der Sendung vom 1. September geht es hier entlang >>>

 

littlelunch

 

Die Gründer: Denis und Daniel Gibisch

Die Startup-Branche: Essen & Trinken

Die Idee: littlelunch ist die „Tütensuppe 2.0“. Auf der Suche nach einem leckeren und gesunden Pausen-Snack sind die Brüder Denis und Daniel Gibisch nicht fündig geworden. Ihre Reaktion: Sie kreierten gemeinsam mit dem Sternekoch Gerhard Frauenschuh verschiedene Bio-Suppen. littlelunch ist in sechs verschiedenen Geschmacks-Varianten erhältlich und kann auf Wunsch direkt ins Büro geliefert werden. Das Besondere: Die Suppen sind ungekühlt zwei Jahre lang haltbar, aber dennoch reich an Vitaminen und Geschmack. Nachdem der Online-Shop im letzten Jahr online ging, zeichnete sich schnell ab, dass die Suppen von littlelunch ein echter Erfolg sind. Alle Bestände waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Dennoch wollen Denis und Daniel mehr.

Das Ziel: Um den Erfolg ihres Startups weiter voranzutreiben, setzten die Gebrüder Gibisch über die Unterstützung der Löwen. Für die geforderten 60.000 Euro wollten sie jedoch lediglich 8 % Firmenanteile abgeben.

Der Ausgang: Die Suppen von littlelunch konnten alle fünf Löwen geschmacklich begeistern. Vor allem Judith Williams, die sich als „Bio-Tante“ outete, was überzeugt, dass die Suppen aus dem Glas den Nerv der Zeit treffen. Aus diesem Grund hat sie sich mit Vural Öger und Frank Thelen zusammengetan. Ihre Bedingung war jedoch, dass sie für die geforderten 60.000 Euro zu dritt 30 % der Firmenanteile bekommen. Nach einer kurzen Bedenkzeit gingen Denis und Daniel Gibisch auf den Deal ein. 

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Scoo.me

 

Die Gründer: Magnus Schmidt und Christoph Becker

Die Startup-Branche: Mobilität

Die Höhle der Löwen Startups Die Idee: Es gibt Car-Sharing, es gibt Bike-Sharing und seit der Gründung des Startups Scoo.me gibt es nun auch Roller- und Vespa-Sharing. Die Idee der beiden Gründer Magnus Schmidt und Christoph Becker ist sicherlich nicht gänzlich neu – aber dennoch erfolgversprechend. In Zeiten, in denen die Menschen immer mehr Umweltbewusstsein entwickeln und das Sharen, sprich Teilen von Fahrzeugen absolut im Trend liegt, verspricht Scoo.me durchaus Potential. Kunden des Dienstes erhalten nicht nur einen Roller oder eine Vespa, sondern auch einen Helm. Buchung, Bezahlung und Führerscheinüberprüfung erfolgen schnell und einfach via App.

Das Ziel: Die Startup-Gründer Schmidt und Becker wagten sich in die Höhle der Löwen, um 100.000 Euro von den Investoren zu erhalten. Dafür waren Sie jedoch nur bereit, gerade einmal 7,5 Prozent ihrer Firmenanteile abzugeben.

Der Ausgang: Im Falle von scoo.me konnte der Zuschauer gestern eine kleine Überraschung erleben. Ausgerechnet Lencke Steiner, die sich sonst sehr in Zurückhaltung übt, war als einzige Löwin Feuer und Flamme für das Startup. Nach eigenen Aussagen wüsste sie, wie viel Spaß es macht, mit dem Roller durch die City zu fahren und glaube deswegen an den Erfolg von Scoo.me. Nun können die Gründer Magnus Schmidt und Christoph Becker von ihren Kontakten zur Deutschen Bahn, dem Mobilitäts-Experten schlechthin, profitieren. Einziger Haken: Statt 7,5 % wollte sie 30 % Firmenanteile – und erhielt sie auch.

 

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einhorn

 

Die Gründer: Philip Siefer und Waldemar Zeiler

Die Startup-Branche: Verhütungsmittel

Die Idee: Kondome schützen vor Krankheiten und ungewollter Schwangerschaft. Doch trotz all der Nützlichkeit ist es immer noch vielen Jugendlichen peinlich, die bunten „Verhüterlis“ in der Öffentlichkeit zu kaufen. Das Startup einhorn möchte dies ändern – und hat die Kondome kurzerhand in stylischen Hüllen, die an Chipstüten erinnern und von namenhaften Designern gestaltet wurden, verpackt. Hinzu kommt, dass die Kondome zu 100 % fair hergestellt werden und damit dem allgemeinen Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit in der Industrie gerecht werden. Das wird auch von der Tatsache unterstrichen, dass sich einhorn dazu verpflichtet hat, 50 % der Gewinne in soziale Projekte wie Sexualaufklärung und nachhaltigen Kautschukabbau zu re-investieren.

Das Ziel: Um ihre positive Botschaft einer noch breiteren Öffentlichkeit zu verkünden und das Unternehmen vergrößern zu können, wollten die Gründer Philip Siefer und Waldemar Zeiler 300.000 Euro von den Investoren. Als Gegenleistung boten sie 10 % ihrer Firmenanteile an.

Der Ausgang: Der Pitch von Philip und Waldemar begeisterte alle Löwen. Auch das Produkt an sich kam gut bei den Investoren an. Dennoch sprang der Funke bei keinem über. Besonders die Aussicht, 50 % des Umsatzes zu spenden, hielt die Jury letztendlich davon ab, zu investieren. Dennoch war einhorn definitiv das Startup des gestrigen Abends, das den einprägsamsten Auftritt hinlegte. 

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The Eclectic Journey

 

Die Gründer: Christina van Elteren und Janina Schuster

Die Startup-Branche: Mode

Die Höhle der Löwen Startups Die Idee: Luxus-Handtaschen, hochwertige Kleider und zugegebenermaßen sündhaft teure Designer-Schuhe – all diese und noch andere Kleidungsstücke und Accessoires lösen in vielen von uns eine ganz besondere Faszination aus. Eng mit diesem Gefühl verbunden ist allerdings auch die ernüchternde Erkenntnis, dass Luxus-Artikel für den Ottonormal-Verbraucher viel zu teuer sind. Nicht, wenn es nach Christina van Elteren und Janina Schuster geht! Die beiden jungen Frauen haben mit The Eclectic Journey einen Online-Shop für Luxus-Second Hand-Ware gegründet. Der Fokus des Shops liegt auf angesagter Vintage-Mode, die auf diesem Weg neue Besitzer(innen) sucht.

Das Ziel: Ziel der jungen Damen ist es, ihr Startup noch weiter auszubauen. Sie sind in die Höhle der Löwen gegangen, um dort 200.000 Euro von den Investoren zu erbeten. Dafür wollten sie 10 % ihrer Firma abgeben.

Der Ausgang: Die beiden Fashionistas Christina van Elteren und Janina Schuster mussten harte Kritik für ihre Startup-Idee einstecken. Keiner der Löwen glaubte an den Erfolg des Shop-Modells – und alle teilten dies den Gründerinnen mehr als deutlich mit. Am Ende verließen sie enttäuscht die Höhle des Löwen, ohne einen Deal an Land gezogen zu haben.

 

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3aArt

 

Die Gründer: Judith Grote und Patrick Keller

Die Startup-Branche: Lifestyle

Die Idee: Judith Grote, eine Münchner Bildhauerin und Fotografin, gründete das Startup 3aArt bereis im Jahr 2011. Nach einem schweren Schicksalsschlag fasste sie nun neuen Mut und probiert es erneut mit ihrer Geschäftsidee. 3aArt ist ein spezielles Rahmensystem, mit dem Wandbilder mühelos ausgetauscht werden können. Mit ihrer innovativen Idee wollen Judith Grote und ihr Geschäftspartner Patrick Keller den Kunst-Markt revolutionieren.

Das Ziel: Um mit 3aArt international erfolgreich zu werden, fehlt es Grote und Kellermann an Kapital. Die beiden wagten sich in die Höhle der Löwen, um dort 300.000 Euro Investorengelder zu erhalten.

Der Ausgang: Bei 3aArt verhielt es sich ähnlich wie bei den Kondomen von einhorn. Alle Investoren waren von dem Produkt begeistert, aber dennoch konnte Inhaberin Judith Grote mit ihren Verkaufszahlen nicht überzeugen. Am Ende ging sie ohne ein Investment aus der Höhle der Löwen. 

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Buddy-Watcher

 

Die Gründer: Michael Feicht und Eduard Sabelfeld

Die Startup-Branche: Erfindung

Die Idee: Buddy-Watcher ist ein Gadget, das Tauchern, die den Sichtkontakt zu ihrem Partner verloren haben, die Kommunikation ermöglicht. Das Gerät, das einer Armbanduhr gleicht, sendet Ultraschall-Signale aus, die vom Tauchpartner empfangen werden können. Buddy-Watcher soll vor allem dann zum Einsatz kommen, wenn einer der beiden Taucher in Gefahr ist und die Hilfe seines Partners benötigt. Außerdem meldet sich der Buddy-Watcher, wenn sich die beiden Taucher zu weit voneinander entfernen. Der Traum von Michael Feicht und Eduard Sabelfeld ist es, das Tauchen durch ihre Erfindung sicherer zu machen.

Das Ziel: Für 250.000 Euro botendie Startup-Gründer von Buddy-Watcher den Löwen 10 % Firmenanteile. Mit dem Geld wollen sie ihre Erfindung weiterentwickeln und den Sprung auf den internationalen Markt wagen.

Der Ausgang: In den Augen von Judith Williams ist der Businessplan von Buddy-Watcher nur „Wischi Waschi Whirlpool.“ Nicht nur sie, sondern auch alle anderen Investoren waren von dem Produkt nicht überzeugt. Die Löwen störten sich vor allem an den geplanten Produktions-Zahlen von Michael Feicht und Eduard Sabelfeld. Auch die fehlende Funktion eines Navigationssystems, für die die Gründer eigentlich Investoren suchten, führte dazu, dass keiner bereit war, den Deal einzugehen. Einzig Jochen Schweizer, selbst passionierter Taucher, bescheinigte den beiden Gründern das Potential ihres Produkts – immerhin ein kleiner Lichtblick.

 

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