#DHDL: Alles hat ein Ende

Wie heißt es so schön? Alles hat ein Ende – auch die zweite Staffel von „Die Höhle der Löwen“. In dieser Woche wollen wir ein letztes Mal gemeinsam mit Ihnen die Ereignisse und Deals der gestrigen Folge Revue passieren lassen und versprechen gleichzeitig, dass das nicht das letzte sein wird, was sie von der erfolgreichen Startup-Show lesen werden. Wie in der letzten Woche bereits angekündigt, wird „Die Höhle der Löwen“ auch im nächsten Jahr wieder über die Mattscheiben der deutschen Startup-Szene flimmern. Wer nicht so lange warten will, kann sich am Montag auf eine Zusammenfassung der gesamten zweiten Staffel freuen, bei welcher wir einer ganz bestimmten Frage auf den Grund gehen wollen: Welcher Löwe hat am meisten investiert?

 

Hier geht es zur Folge vom 20. Oktober >>>

 

happystaffy.me

Die Gründerin: Aleksandra Bettin

Die Startup-Branche: Mode

Die Idee: Hundemode ist sicherlich keine neuartige Idee, die die Startup-Welt in ihren Grundfesten erschüttern und revolutionieren wird. Der Anspruch von happystaffy.me ist es vielmehr, sich von der breiten Masse abzuheben – und zwar durch handgemachte, maßgeschneiderte Hundemode, die auch durch den gewissen Coolness-Faktor überzeugt. Die Kollektion von Gründerin Aleksandra Bettin umfasst sportliche Jacken, stylische Trenchcoats, kuschelige Wintermäntel und vieles mehr. Alle Produkte des Labels werden aus hochwertigen Materialien gefertigt. Bei der Herstellung ist es dem Startup außerdem besonders wichtig, dass die Tiere in keiner Weise beeinträchtigt werden und die Funktionalität der Kleidung nie verloren geht. Die Qualität der Hundemode hat ihren Preis. Die Kleidungsstücke für Vierbeiner zwischen 100 und 150 Euro.

Das Ziel: Da der große Durchbruch bisher ausblieb, erhoffte sich das Startup happystaffy.me von den Löwen eine umfassende Unterstützung, die auf das Wachstum des Unternehmens abzielt. Sie waren bereit, 20 % ihrer Firmenanteile für 150.000 Euro abzugeben.

Der Ausgang: Den anfangs skeptischen Frank Thelen, der wissen wollte, ob man Hundemode wie diese überhaupt brauche, konnte Aleksandra Bettin auf Anhieb überzeugen. Auch die anderen Löwen waren von der Qualität und Verarbeitung der Kleidung begeistert und lobten die Idee, dass alle Teile maßgeschneidert werden. Doch trotz all der guten Kritik konnte sich kein Investor finden. Dafür konnte die junge Gründerin sicherlich viele neue Kunden gewinnen.

happystaffy.me auf Facebook

 

Skolder

Die Höhle der LöwenDer Gründer: Thomas Ebster

Die Startup-Branche: Erfindungen

Die Idee: Skolder ist im Prinzip nichts anderes als ein Ski- und Snowboard-Tragesystem. Das Besondere an dieser Erfindung vom ehemaligen Skilehrer Thomas Ebster ist, dass es aus hochwertigem Neopren gefertigt wird und dadurch quasi „unkaputtbar“ ist. Ein weiterer Vorteil, der viele Wintersportler begeistern wird: Das verwendete Material sorgt dafür, dass der Skolder weder Ski-Jacke noch Handschuhe ruiniert. Der Erfinder Thomas Ebster verspricht höchsten Tragekomfort und eine Revolution des Skitragens.

Das Ziel: Bisher konnte der Skolder nur in kleinen Stückzahlen hergestellt werden. Das Problem war stets war die Vorfinanzierung, die vom Gründer nicht gestemmt werden konnte. Das sollte sich durch eine Investition der Löwen ändern. Um seinem Traum ein Stück näher zu kommen, wollte Thomas Ebster 180.000 Euro von den Investoren haben. Dafür wollte er 30 % seiner Anteile abgeben.

Der Ausgang: Thomas Ebster trat souverän und selbstsicher aus und konnte die Löwen dadurch auf seine Seite holen. Als dann auch noch sein eigentliches Geschäft, eine Bekleidungs- und Outdoor-Marke namens iFlow zur Sprache kam, war Jochen und Schweizer vollends überzeugt. Er wollte die gesamte Firma in sein Portfolio aufnehmen und Thomas Ebster damit einen ausgezeichneten Vertriebskanal bieten. Zusätzlich erhöhte Jochen Schweizer auch die Investitionssumme von 180.000 auf 360.000 Euro, wollte dafür allerdings auch 33 % haben. Der ehemalige Skilehrer und Erfinder des Skolder ließ sich diesen Deal am Ende nicht entgehen.

 

Antelope Suit

Der Gründer: Philipp Schwarz

Die Startup-Branche: Mode

Die Idee: Das Startup Antelope Club verspricht Funktionsbekleidung, die die Trainingsergebnisse beim Sport durch Elektrostimulation zusätzlich verbessert. Die Idee an sich ist nicht neu. EMS-Trainings, also Übungen mithilfe von Elektrostimulation sind seit einigen Jahren modern und werden (insbesondere im Rehabilitationsbereich) immer beliebter. Neu ist hingegen, dass mit dem Antelope Suit (zu Deutsch: Antilopen-Anzug) erstmals ein mobiles EMS-System auf den Markt gebracht werden soll.

Das Ziel: Gründer Philipp Schwarz schien beim Betreten der Höhle der Löwe nur ein Motto im Kopf gehabt zu haben: Alles oder nichts. Damit seine Erfindung endlich an den Markt gehen kann, schlug er den Investoren einen fast schon abenteuerlichen Deal vor: 250.000 Euro für gerade einmal 5 % Firmenanteile.

Der Ausgang: Bei dem Antelope Suit schieden sich die Geister – oder genauer gesagt: Jochen Schweizer und Frank Thelen. Während der ehemalige Extremsportler dem Produkt keine Zukunftschancen zuschrieb, war der Technologie-Experte durchaus der Meinung, dass dieser Trend zum „Hacken des Körpers“ durchaus zukunftsweisend sein könnte. Letztendlich konnte das Startup allerdings keinen der Löwen für sich gewinnen. Das größte Problem: Die horrende Unternehmensbewertung in Höhe von 5 Millionen Euro – und das obwohl Antelope Club noch nicht einmal gelaunched hatte.

Antelope Suit auf Facebook

 

Frizle

Die Höhle der LöwenDie Gründer: Thomas Spieler und Martin Sluk

Die Startup-Branche: Essen & Trinken

Die Idee: Der Gedanke hinter dem Startup Frizle kann mit wenigen Worten erklärt werden: „Frische Spätzle kann jetzt jeder!“ Die Gründer Thomas Spieler und Martin Sluk haben eine Spätzle-Presse aus Papier erfunden, mit der jeder, der will, die leckere Spezialität ganz einfach und schnell zu Hause zubereiten kann. Das Besondere: Die Presse ist gleichzeitig auch die Verpackung vom Teig. Das spart nicht nur Arbeitsschritte, sondern ist auch aus ökologischer Sicht gut durchdacht. Der Spätzle-Teig von Frizle wurde selbstverständlich nach Omas Rezept zubereitet und ist zu 100 % Bio. Außerdem ist er in drei Geschmacksrichtungen erhältlich: Natur, Bärlauch und Chili. Dadurch erhoffen sich die Gründer, eine noch breitere Zielgruppe zu erreichen. Ihre Erfindung haben die beiden gemeinsam mit der Lebensmitteltechnologin Kristina Zett entwickelt.

Das Ziel: Frizle soll groß werden. Damit dieses Ziel erreicht wird, sind Thomas Spieler und Martin Sluk in die Höhle der Löwen gegangen. Ihr Angebot war ähnlich gewagt wie das von Antelope Suit. Sie boten den Investoren 10 % ihrer Unternehmensanteile an – und forderten dafür satte 500.000 Euro.

Der Ausgang: Den Geschmackstest haben die Spätzle von Frizle mit Bravour bestanden. Dennoch taten sich die Löwen schwer mit dem Produkt – nicht zuletzt auch wegen der hohen Firmenbewertung, die aus Sicht der Löwen nicht gerechtfertigt war. Auch wenn Lencke Steiner verlauten ließ, dass ihr „Verpackungs-Herz“ höher schlüge, stieg sie am Ende wie alle anderen Löwen auch aus dem Geschäft aus. Trotzdem gab sie den jungen Gründern noch einen guten Tipp mit auf den Weg, den diese dankbar annahmen. Es muss eben nicht immer nur das Geld der Investoren sein, das die Startups weiterbringt.

 

Frizle auf Facebook

 

Schnee Ade

Die Gründer: Michael und Ottmar Debus

Die Startup-Branche: Erfindungen

Die Idee: Schnee Ade ist ein Schneeschieber – doch natürlich reicht das allein nicht aus, um eine Einladung in die Höhle der Löwen zu erhalten. Das Gerät, das von Ottmar Debus erfunden wurde, soll besonders schonend für den Rücken sein. Außerdem verkantet sich der Schneeschieber nicht so schnell in Unebenheiten wie handelsübliche Modelle und ist obendrauf auch noch viel leiser als die Konkurrenz. Durch die Unterstützung durch Sohn Michael wurde eine echte Marke aus der Erfindung, die auch zur Beseitigung von Laub und Industrieabfällen eingesetzt werden kann.

Das Ziel: Auch wenn das Vater-Sohn-Gespann absolut überzeugt vom Schnee Ade ist, blieb der große Erfolg bisher aus. Bisher konnten nur 310 Exemplare verkauft werden. Um endlich den Durchbruch zu schaffen, forderten Michael und Ottmar Debus 40.000 Euro von den Löwen. Dafür wollten sie 10 % ihrer Firmenanteile abgeben.

Der Ausgang: Auch wenn der Pitch der beiden Männer eher so wirkte, als hätten sie ihn nicht ein einziges Mal im Vorfeld geprobt, stießen Ottmar und Michael Debus trotzdem auf offene Ohren. Die Investoren konnten sich gut vorstellen, dass der Schnee Ade gut auf dem Markt funktionieren könne – allerdings nur, wenn er für weniger Geld angeboten werden würde. Für alle fünf Löwen war der hohe Preis des Schneeschiebers letztendlich der Grund, weswegen sie ausstiegen.

 

My Schoko World

Die Höhle der LöwenDer Gründer: Christian Keller

Die Startup-Branche: Essen & Trinken

Die Idee: Die Idee zu seinem Startup kam Christian Keller, als ihn seine Nichte darum bat, ein Puzzle aus Schokolade zu erfinden. Da er der Achtjährigen nichts abschlagen konnte, machte er sich ans Werk. Das Ergebnis ist My Schoko World – ein sündig-süßes Geschäft, das längst nicht mehr nur Puzzle aus Schokolade produziert. Das Sortiment wurde mittlerweile um ein Memory-Spiel aus Schokolade, Geschenkverpackungen, Adventskalender und mehr ergänzt. Alle Produkte von My Schoko World können an die individuellen Wünsche der Kunden angepasst und personalisiert werden. Dadurch dürfte besonders in der Weihnachtszeit ein großes Geschäft auf My Schoko World warten.

Das Ziel: Auch wenn sich der Gründer Christian Keller bereits gut am Süßwarenmarkt positionieren und einige tausend Produkte verkaufen konnte, will er trotzdem weiteres Geld in die Vertriebswege für My Schoko World investieren. Aus diesem Grund hat er sich in die Höhle der Löwen gewagt. Seine Forderung: 80.000 Euro für 15 % seiner Firmenanteile.

Der Ausgang: Christian Keller hat es geschafft, einige der Löwen so zu überzeugen, dass sie zum Ende der zweiten Staffel noch einmal richtig die Krallen ausfuhren. Nachdem er mit einer guten Präsentation seines Unternehmens und seiner Zahlen punkten konnte, wurden ihm zwei Angebote unterbreitet: Eines von Vural Öger und Judith Williams und eines von Jochen Schweizer. Beide Parteien boten die 80.000 Euro für 30 % der Firmenanteile an. Zusätzlich buhlten sie mit ihren unterschiedlichen Vertriebskanälen um die Gunst des Gründers. Nach einer kurzen Zeit des Überlegens unterbreitete dieser den Löwen ein wahrhaft kühnes Angebot. Da ihm 30 % zu groß waren, schlug er 17 – 18 % seiner Anteile vor. Judith Williams war von seinem Auftreten und seiner Willensstärke sehr begeistert, stieg am Ende jedoch zusammen mit Vural Öger aus. Der übrig gebliebene Jochen Schweizer bot Christian Keller schließlich 25,1 % vor und machte deutlich, dass er die Schokoladen-Produkte – die nicht geschützt sind – in seinem Portal anbieten würde. Diese Aussage zeigte Wirkung und so schlug der Gründer der My Schoko World schließlich in den Deal ein, der gleichzeitig das Ende der zweiten Staffel von „Die Höhle der Löwen“ darstellte.

My Schoko World auf Facebook

 

Leave a Reply

Your email address will not be published.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.