Die Höhle der Löwen: Badezusätze, Papier-Trophäen und mehr

Die gestrige Folge von „Die Höhle der Löwen“ hatte es wieder einmal in sich. Uns Zuschauer erwarteten erneut spannende Startups, die um die Gunst der Löwen gebuhlt haben und zum Teil auch erfolgreich waren. Welchen Gründern es gelungen ist, ein Deal an Land zu ziehen und was sich hinter den Ideen der Startups versteckt, können Sie wie gewohnt in unserer wöchentlichen Zusammenfassung von „Die Höhle der Löwen“ nachlesen.

 

Zur Folge vom 29. September geht es hier entlang >>>

 

Rocky Dancing Colours

Die Gründerin: Isabel Heubl

Die Startup-Branche: Erfindungen

Die Idee: Die Rocky Dancing Colours ist nach Aussagen von Erfinderin Isabel Heubl die erste interaktive Leuchte, die sowohl per Smartphone-App als auch manuell durch Bewegungen gesteuert werden kann. Die Lichtquelle erstrahlt in jeder gewünschten Farbe und scheint dank einzigartigen (eiförmigem) Designs zu tanzen. Die Rocky Dancing Colours wurde bereits mit mehreren Design-Awards ausgezeichnet.

Das Ziel: Die besondere Leuchte soll richtig durchstarten. Darum forderte Erfinderin Isabel Heubl gemeinsam mit ihrem Mitarbeiter Marc Becker 60.000 Euro von den Löwen. Ihre Gegenleistung waren 33 % der Firmenanteile.

Der Ausgang: Die Löwen störte vor allem der hohe Preis für die Rocky Dancing Colours. Das Designerstück soll stolze 1180 Euro kosten. Für die Investoren ist das eine Summe, die nur wenige Käufer ausgeben werden. Darum witterte letztendlich keiner der fünf ein gutes Geschäft, alle stiegen aus.

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Bademeisterei

Der Gründer: Alexander Kraml

Die Startup-Branche: Kosmetik

Die Höhle der Löwen Bademeisterei Die Idee: Die Bademeisterei kann keinesfalls als Startup im Anfangsstadium bezeichnet werden. Gründer Alexander Kraml macht mit seiner Seifen-Manufaktur jährlich Umsätze in Millionen-Höhe und beschäftigt mehr als 80 Mitarbeiter. Zu seinem Sortiment gehören Badezusätze, Seifen und Lotionen – eben alles, was gut riecht und toll aussieht. Die verschiedenen Produkte der Bademeisterei sind auch als dekorative Geschenkboxen erhältlich und werden alle von Hand produziert.

Das Ziel: Wenn man das so liest, fragt man sich automatisch, warum Alexander Kraml überhaupt in die Höhle der Löwen gegangen ist. Tatsächlich brauchte er die Investoren-Gelder nicht für die Bademeisterei, sondern für sein neuestes Projekt: Eine vegane Kosmetik-Linie Linie zum selbst zusammenmischen mit dem Namen Cosmetic Kitchen. Um dieses bekannter zu machen, hat der Gründer gemeinsam mit seinem Partner Mario 350.000 Euro von den Löwen gefordert. Als Gegenleistung wollte er 10 % seiner Firma abgeben.

Der Ausgang: Die Idee der Do it yourself-Kosmetik kam bei den Löwen gut an. Auch die Qualität der Produkte konnte überzeugen und so äußerten schließlich Vural Öger, Judith Williams und Jochen Schweizer, drei Löwen mit perfektem Know How und Vertriebsmöglichkeiten, Interesse. Ihr Angebot: 30 % für die gewünschten 350.000 Euro. Nach einer kurzen Bedenkzeit stimmte Alexander Kraml dem Deal zu.

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PaperShape

Die Gründerin: Anastasia Baron

Die Startup-Branche: Lifestyle

Die Idee: PaperShape ist ein Startup, das auch als „Origami für Fortgeschrittene“ bezeichnet werden kann. Die Geschäftsidee von Gründerin Anastasia Baron sind Jagdtrophäen aus verstärktem Papier, die je nach Wunsch reinweiß oder bunt sind. Die verschiedenen Tier-Motive kommen als Einzelteile nach Hause und können mit wenigen Handgriffen zusammengesetzt werden. Das Ergebnis ist eine ausgefallene und moderne Wand-Deko, die vor allem junge Leute ansprechen dürfte.

Das Ziel: PaperShape soll ausgebaut werden. Hierfür erhoffte sich Anastasia Baron die Unterstützung von einem der Löwen. Ihr Angebot waren 30.000 Euro, für die sie 20 % Firmenanteile abgeben wollte.

Der Ausgang: Die kunstvollen 3D-Tropähen kamen leider nicht bei den Löwen an. Lencke Steiner warf ein, dass die Idee leicht zu kopieren sei und Judith Williams betitelte das Geschäft von Anastasia Baron und ihrem Freund als „Liebhaberei“. Sie riet dem jungen Paar, dass sich mindestens einer einen festen Job suchen solle, bis das Geschäft richtig durchstartet.

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Stay2Day

Die Gründer: Alexander Kohlhepp und Boris Munsig

Die Startup-Branche: Hotel & Tourismus

Die Höhle der Löwen Stay2DayDie Idee: Stay2Day ist ein Startup, das die sogenannten Sleepboxen erfunden hat. Dabei handelt es sich um raumoptimierte Parzellen, die alle Ausstattungsmerkmale eines Hotelzimmers aufweisen. Die winzigen Räume sollen vor allem an Flughäfen, Bahnhöfen und Messestandorten zum Einsatz kommen – also überall da, wo Menschen „stranden“ und einen schnellen Schlafplatz oder einen stundenweisen Rückzugsort benötigen. Die beiden Gründer Alexander Kohlhepp und Boris Munsig haben sich fast schon todesmutig in die Höhle der Löwen gewagt – immerhin konnten sie bisher noch keine Geschäftszahlen aufweisen.

Das Ziel: Dennoch waren die beiden siegessicher und forderten von den Löwen selbstbewusst 400.000 Euro für 30 % der Firmenanteile.

Der Ausgang: Die Gründer von Stay2Day hatten großes Pech, da sie sich den Löwen nicht perfekt präsentieren konnten. Ein unsicheres Auftreten, der fehlende Biss und zu viele offene Fragen führten letztlich dazu, dass alle fünf Löwen ausstiegen. Dabei hatten Alexander Kohlhepp und Boris Munsig es bereits geschafft, Jochen Schweizer von der Idee der Sleepboxen zu überzeugen.

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AngelCap

Die Gründer: Vinzent und Louis Karger

Die Startup-Branche: Erfindungen

Die Idee: AngelCap bedeutet so viel wie „Engels-Taxi“ und ist der klangvolle Name für individuell angefertigte Kinderwagen. Das Startup der Brüder Vinzent und Louis Karger legt besonders großen Wert darauf, dass alle Kinderwagen ökologisch und schadstofffrei hergestellt werden. Darüber hinaus hat der Käufer von einem AngelCap die Möglichkeit, den Kinderwagen mittels Konfigurator nach Lust und Laune selbst zu designen. Auf diese Weise entstehen individuelle und hochwertige Produkte, die oben drauf auch noch gut für das Kind und die Umwelt sind.

Das Ziel: Damit das Startup AngelCap richtig durchstarten kann, benötigten die Brüder Vinzent und Louis Karger Geld. Dieses erhofften sie sich von einem der Löwen. Ihr Angebot: 75.000 Euro für 10 % der Firma.

Der Ausgang: Die AngelCaps konnten überzeugen. Alle Investoren waren von der Präsentation der jungen Brüder begeistert und sprachen den Kinderwagen viel Potential zu. Frau Williams ließ sich sogar dazu hinreißen, die AngelCaps als „Rolls Royce der Kinderwagen“ zu bezeichnen. Dennoch sah sich keiner der Löwen als ein geeigneter Geschäftspartner für das junge Startup. Aus ihrer Sicht muss AngelCap langsam wachsen und sich auf dem Nischenmarkt langfristig etablieren. So konnten Vinzent und Louis Karger die Höhle der Löwen immerhin mit einem durchweg positiven Feedback verlassen.

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GreenLab

Die Gründer: Ines Eichholz, Daniel Kania und Sabine Schäfer

Die Startup-Branche: Lifestyle

Die Höhle der Löwen GreenLabDie Idee: Der Bereich, in dem sich das Startup GreenLab bewegt, ist derzeit schwer im Kommen: Urban Gardening ist eine tolle Möglichkeit, um grauen Großstädten mehr Leben zu verleihen. Die Gründer Ines Eichholz, Daniel Kania und Sabine Schäfer wissen, dass Dünger notwendig ist, damit Blumen und Pflanzen groß und stark werden. Diese sind allerdings häufig voller Chemie oder bestehen zu einem Großteil aus Tierfäkalien, was nicht gut für die Umwelt ist beziehungsweise unangenehm riecht. Die Lösung der drei: Der Flüssigdünger „Blümchenfutter“ und der Feststoffdünger „Pimp my Gärtchen“. Beide Produkte sind bio und besonders schonend. Sie werden zu 100 % aus einem Abfallprodukt, nämlich den Schalen der Kakaobohne, hergestellt. Hinzu kommt eine weitere Eigenschaft, die viele Hobby-Gärtner freuen wird: Die beiden Dünger von GreenLab stinken nicht, sondern riechen (nach Aussagen von Judith Williams) wie ein „Schokoladenprodukt“.

Das Ziel: Das Startup GreenLab benötigte die Investitionen der Löwen, um damit neue Produktionsmaschinen anschaffen zu können. Sie waren bereit, 10 % ihrer Firmenanteile für eine Summe von 110.000 Euro abzugeben.

Der Ausgang: Die Idee, ein Abfallprodukt zu nutzen und daraus ein nachhaltiges Alltags-Produkt zu schaffen, ist in den Augen von Frank Thelen „total brillant“. Der Fakt, dass das Startup erst im Jahr 2017 Gewinne generieren will, schreckte ihn, Judith Williams und Lencke Steiner jedoch zu sehr ab. Vural Öger gab hingegen zu, dass ihm seine innere Stimme sage, dass er investieren soll. Der Reise-Unternehmer fand in Jochen Schweizer einen weiteren interessierten Investor und gemeinsam unterbreiteten sie Daniel Kania, der sich ohne seine Partnerinnen in die Höhle der Löwen gewagt hatte, ein Angebot: Sie wollten für die 110.000 Euro nicht 10 sondern 26 % der Firmenanteile. Außerdem forderten Sie 1 Euro pro verkauftem Produkt, bis die Investitionssumme zurückgeflossen ist. Daniel Kania war damit jedoch nicht ganz einverstanden. Er handelte den Euro auf 50 Cent herunter, wenn die Dünger-Produkte nicht direkt über den Online-Shop, sondern andere Anbieter vertrieben wird. Schließlich kam es zum Deal zwischen den drei Business-Männern. 

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