Die Höhle der Löwen geht in die nächste Runde

Dienstagabend ist „Die Höhle der Löwen“-Abend. Es scheint so, als würde sich die gesamte Startup-Szene an diesem Abend zum gemeinsamen Fernseh-Gucken treffen. Nebenher twittern ist natürlich Pflicht und perfekt, um neue interessante Kontakte im Startup-Bereich zu knüpfen. Mit ein wenig Glück bekommt man sogar eine Antwort von einem der twitternden Löwen!

 

Tüftler und Gourmets

 

Die gestrige Folge der Vox-Show schien vor allem von innovativen Erfindungen geprägt gewesen zu sein. Verschiedene Tüftler, aber auch Gourmets und eine Beauty-Expertin wagten sich in die Höhle der Löwen. Nur zwei der sieben Startups der Folge vom 29. September schafften es jedoch, einen Deal an Land zu ziehen. Welche das waren, können Sie hier nachlesen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit unserer wöchentlichen Zusammenfassung von #DHDL.

 

Zur Zusammenfassung der Sendung vom 22. September 2015 geht es hier entlang >>>

 

 

Mind Cookies

 

Die Gründer: Silvio und Maren Lubenow

Die Startup-Branche: Essen und Trinken

Die Idee: Zugegeben, Kekse, die aufgrund einer bestimmten Kräutermischung stimmungsaufhellend oder aufputschend wirken, erinnern stark an verbotene Substanzen. Doch keine Angst, die Mind Cookies sind zu 100 % legal – und schmecken obendrauf auch noch gut. Das Geheimnis der Zauber-Kekse ist eine Mischung verschiedener Inhaltsstoffe wie Guarana, Koffein und verschiedene Kräuter. Die Mind Cookies, die vom Ehepaar Silvio und Maren Lubenow entwickelt wurden, gibt es in zwei Varianten: Der Active Cookie sorgt für neue Energie und der Happy Cookie hellen die Stimmung auf.

Das Ziel: Silvio und Maren Lubenow sind in die Höhle der Löwen gegangen, um einen geeigneten Partner für die nächsten Schritte ihres Startups zu finden. Außerdem wollten sie 50.000 Euro kassieren und dafür 25 % ihrer Unternehmensanteile abgeben. Es hat schon durchaus unfairere Angebote in der Höhle der Löwen gegeben.

Der Ausgang: Auch wenn die Löwen zunächst vom Produkt begeistert waren, konnte sich letztlich niemand für die Mind Cookies erwärmen. Judith Williams brachte die Kritik auf den Punkt, als sie sagte: „Warum habt ihr es nicht gesund gemacht?“ Dem wiedersprach Vural Öger jedoch mit dem Argument, dass Coca Cola ebenfalls ungesund und trotzdem weltweit erfolgreich sei. Der Reise-Unternehmer äußerte Interesse an dem Startup – konnte sich letztendlich jedoch nicht mit Silvio Lubenow einigen, da dieser nicht bereit war, alle Zahlen des Unternehmens offenzulegen. Folglich kam kein Deal zustande.

 

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Dinnery

 

Die Gründer: Marcus Läbe und Ricardo Diaz

Die Startup-Branche: Essen und Trinken

Die Höhle der Löwen DinneryDie Idee: Als das Startup Dinnery vorgestellt wurde, ging sicherlich dem einen oder anderen der Gedanke „Bitte nicht noch ein Kochbox-Anbieter!“ durch den Kopf. Dinnery ist jedoch keine einfache Kochbox – hierbei handelt es sich um Gourmet-Essen für Zuhause. Die Idee für das vorgekochte Essen kam dem Koch Marcus Läbe, der bereits seit vielen Jahren in der Gastronomie tätig ist. Er entwickelte zusammen mit Ricardo Diaz verschiedene vorgekochte Gerichte, die vakuumiert werden und in der heimischen Küche nur noch im Wasserbad oder der Pfanne erwärmt werden muss. Auf diese Weise können auch Koch-Muffel frische, leckere und hochwertige Gerichte genießen.

Das Ziel: Dinnery soll durchstarten. Dafür erhofften sich Marcus Läbe und Ricardo Diaz 95.000 Euro von den Investoren. Sie waren bereit, dafür 15 % ihrer Firmenanteile abzugeben.

Der Ausgang: Vural Öger und Lencke Steiner, die die Gerichte von Dinnery kosten durften, waren absolut begeistert von der Qualität des Essens und offerierten den Gründern prompt ein Angebot. Auch Jochen Schweizer, der in der Geschäftsidee ein tolles Geschenk und ein Erlebnis sah, äußerte Interesse und stieg letztendlich bei den anderen beiden Löwen ein. Gemeinsam machten sie das Angebot, 100.000 Euro in das Startup zu stecken und dafür 26 % zu erhalten. Marcus Läbe und Ricardo Diaz stimmten dem Deal freudig zu.

 

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Cofix

 

Die Gründer: Vera Sutterer und Wilfried Hahn

Die Startup-Branche: Erfindungen

Die Idee: Hundebesitzer wissen, wie lästig die Haare der geliebten Vierbeiner sein können. Sie verteilen sich in der gesamten Wohnung bleiben häufig auch an der Kleidung der Besitzer hängen. Aus diesem Problem heraus entwickelte Vera Sutterer die Idee von Cofix. Gemeinsam mit ihrem Partner Wilfried Hahn wurde aus dem Gedanken schließlich Realität. Cofix ist ein Staubsauger-Aufsatz, mit dem das Fell der Hunde schonend abgebürstet werden kann. Die Erfindung ist in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich und kann perfekt auf das Fell des jeweiligen Hundes angepasst werden.

Das Ziel: Mit 125.000 Euro wollten Vera Sutterer und Wilfried Hahn das Produkt Cofix noch bekannter machen. Als Gegenleistung boten sie den Löwen 15 % ihres Unternehmens an.

Der Ausgang: Der Staubsaugeraufsatz konnte nicht überzeugen. Während Lencke Steiner von den bisherigen Verkaufszahlen enttäuscht war, fragte sich Vural Öger, warum dem Startup nach vier Jahren noch immer kein Durchbruch gelungen war. Letztlich stiegen alle Löwen aus, gaben den Gründern jedoch wertvolle Tipps mit auf den Weg.

 

 

MaPeau

 

Die Gründerin: Maryam Aygün

Die Startup-Branche: Beauty

Die Idee: „Ma peau“ ist Französisch und bedeutet „Meine Haut“. Das Startup von Maryam Aygün befasst sich mit dem Thema der Haarentfernung. Ganz klar, dass damit vor allem Beauty-Queen Judith Williams überzeugt werden sollte. Ein Set von MaPeau besteht aus einem Warmwacherhitzer, verschiedenen Wachsen und Aufsätzen für jeden Hauttypen und jede Hautregion. Mit dem schlichten Design der Produkte will Maryam Aygün auch die Männerwelt ansprechen.

Das Ziel: Die junge Berlinerin mit den libanesischen Wurzeln wollte von den Löwen 120.000 Euro haben, um ihr Produkt weiterentwickeln zu können. Sie wollte dafür 20 % ihrer Unternehmensanteile abgeben.

Der Ausgang: Ausgerechnet Judith Williams, von der sich Maryam Aygün einiges erhofft hatte, stand dem Enthaarungs-Set von MaPeau von Anfang an skeptisch gegenüber. Ihre Aussage, dass sich das Produkt in keiner Weise von all den anderen Enthaarungs-Anbietern unterscheidet, wurde im Laufe der Präsentation von MaPeau mehrfach bewiesen. Auch die Vorführung des Produktes, für die der Bruder der Gründerin mit seinen Achselhaaren herhalten musste, konnte nicht überzeugen. Alle fünf Investoren entschieden sich gegen das Startup MaPeau.

 

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TobyRich

 

Die Gründer: Ulrich Ditschler und Tobias Dazenko

Die Startup-Branche: Erfindungen

Die Idee: Ulrich Ditschler hatte schon immer einen Traum: Er wollte fliegen. Doch statt Pilot wurde er Ingenieur – mit dem festen Ziel, etwas Bahnbrechendes zu erfinden. Er gründete gemeinsam mit Tobias Dazenko das Startup TobyRich und entwickelte das Smart Plane, ein superleichtes Flugzeug, das per Smartphone App gesteuert wird. Gemeinsam wollen Tobias Dazenko und Ulrich Ditschler nun so richtig durchstarten. Das Smart Plane 2 steht bereits in den Startlöchern.

Das Ziel: Für 350.000 Euro von den Investoren wollten die Gründer von TobyRich gerade einmal 5 % ihrer Firmenanteile abgeben.

Der Ausgang: Schon während der Präsentation des Smart Planes von TobyRich wurde deutlich, dass sich besonders die männlichen Löwen für diese Erfindung begeistern konnten. Erwartungsgemäß eröffnete Technik- und App-Experte Frank Thelen den beiden ambitionierten Gründern nach kurzen Gesprächen ein Angebot. Er wollte für die geforderte Summe jedoch 15 % der Firmenanteile – ein äußerst faires Angebot, wie Vural Öger und Judith Williams festhielten. Ulrich Ditschler und Tobias Dazenko mussten nicht lange überlegen und besiegelten den Deal mit Thelen.

 

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My Pillow Factory

 

Die Gründer: Sebastian und Yulia Donath

Die Startup-Branche: Online-Shop

Die Höhle der Löwen DinneryDie Idee: Yulia Donath war auf der Suche nach einem individuellen Geschenk für ihre beste Freundin – fand jedoch nichts Passendes. Aus der Not heraus begann sie, ein Kissen zu nähen und legte damit den Grundstein für My Pillow Factory. Das Startup hat sich auf individualisierte Kissen spezialisiert und spricht sowohl Privat- als auch Geschäftskunden an. Zu den Bestsellern des Unternehmens gehören die Puzzle-Kissen, das Spruch-Kissen und das Postkarten-Kissen. Andere Modelle haben die Formen von Biergläsern, Sushi, einem Cookie oder dem Facebook-Daumen.

Das Ziel: My Pillow Factory soll weiter wachsen. Sebastian und Yulia Donath gingen in die Höhle der Löwen, um dort 45.000 Euro zu fordern. Sie wollten dafür 15 % ihrer Firma abgeben.

Der Ausgang: Das aktuelle Geschäftsmodell von My Pillow Factory konnte die Löwen nicht überzeugen. Mehrmals fiel das Wort Hobby und am Ende stiegen alle Investoren aus.

 

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Flyrad

 

Der Gründer: Thomas Rank

Die Startup-Branche: Erfindungen

Die Idee: Thomas Rank ist begeisterter Inlineskater. Auf der Suche nach einer Erweiterung seines Hobbys kam ihm die Idee für das Flyrad. Hierbei handelt es sich um ein elektromotorisches Einrad-Fahrzeug, dass sich der Inlineskater zwischen die Beine klemmt. Anschließend, so die Aussagen des Erfinders, steigt der Funfaktor und der Inliner kann auf den verschiedensten Untergründen fahren.

Das Ziel: Der große Schwachpunkt vom Flyrad ist der Vertrieb. Um diesen anzukurbeln, erhoffte sich Thomas Rank von den Investoren eine Summe von 50.000 Euro. Als Gegenleistung bot er 15 % seiner Firmenanteile an.

Der Ausgang: Vural Öger hielt fest, was wahrscheinlich alle Löwen dachten: Beim Flyrad handelt es sich weder um ein Sportgerät noch um ein Fortbewegungsmittel. Die Erfindung konnte die Investoren nicht überzeugen. Dennoch war die Höhle der Löwen ein Erfolg für Thomas Rank – schließlich verkaufte er ein Exemplar an Jochen Schweizer, der dieses an Judith Williams verschenkte.

 

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