Die Höhle der Löwen: Geschmacksexplosionen, falsche Lederhosen und Sextoys

Die zweite Staffel von „Die Höhle der Löwen“ läuft auf Hochtouren. Gestern Abend war es wieder einmal so weit und wir durften dabei zusehen, wie sich sechs mutige Startups den kritischen Löwen stellten. Ein erstes Fazit zur aktuellen #DHDL-Folge: Sehr spannend und sehr unterhaltsam. Selten haben sich in einer Folge so viele hochinteressante Startups in die Höhle gewagt.

 

Die Zusammenfassung der Sendung vom 15. September finden Sie hier >>>

 

Falls Sie die gestrige Sendung von „Die Höhle der Löwen“ nicht sehen konnten oder sich noch einmal über die Facts der Deals informieren wollen, können Sie hier alle Details der Folge nachlesen. Der getLaunched-Blog wünscht Ihnen viel Spaß dabei.

 

Woop Woop

 

Die Gründer: Boris König und Phillipp Niegisch

Die Startup-Branche: Essen & Trinken

Die Idee: Die gestrige Folge von „Die Höhle der Löwen“ startete gleich mit einem echten Leckerbissen. Die Startup-Gründer Boris König und Phillipp Niegisch verkündeten den Löwen voller Selbstbewusstsein, dass es ihre Mission sei, das beste Eis aller Zeiten herzustellen. Das Eis von Woop Woop ist jedoch nicht nur eine „Geschmacksexplosion“, so die Einschätzung von Jurorin Lencke Steiner, sondern auch ein echtes Handmade-Produkt. Die kühle Leckerei wird vor Ort in einem „Food-Truck“ mithilfe von flüssigem Stickstoff hergestellt. Zur Zubereitung verwenden die beiden Gründer ausschließlich frische Zutaten. Die innovative Geschäfts-Idee weckte bei den fünf Löwen gemischte Gefühle. Während Lencke Steiner begeistert war, äußerte Judith Williams Bedenken im Hinblick auf die Dauer des Herstellungsprozesses.

Das Ziel: Boris König und Phillipp Niegisch benötigen zur Weiterentwicklung ihres Startups 50.000 Euro. Für diese bescheidene Summe haben sie den Löwen 10 % ihrer Unternehmensanteile angeboten.

Der Ausgang: Das Woop Woop-Eis löste bei den Investoren gemischte Gefühle aus. Während Jochen verkündet hat, dass er zuckerhaltige Nahrung aus persönlicher Überzeugung ablehnt und deswegen raus ist, ließ Lencke durchblitzen, dass eine eigene Eisdiele schon immer ihr großer Traum gewesen ist. Selbstbewusst forderte sie von den Löwen 51 % der Firmenanteile. Dieses Angebot schmeckte den beiden Gründern jedoch ganz und gar nicht. Sie machten der Unternehmerin ein Gegenangebot mit 20 %, welches diese jedoch ihrerseits ablehnte. Am Ende gingen Boris König und Phillipp Niegisch ohne Investment aus der Höhle der Löwen.

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Lendstar

 

Die Gründer: Jennifer Fizia (31) und Christopher Kampshoff (37)

Die Startup-Branche: App

Die Höhle der Löwen LendstarDie Idee: Lendstar ist eine App, die Online-Banking sozial macht. Die Anwendung ermöglicht es, dass sich Freunde untereinander Geld leihen und zurückzahlen können. Ein anderer, praktischer Anwendungsbereich der App ist, dass Freunde die Möglichkeit haben, gemeinsam Geld für ein Geburtstagsgeschenk zu sammeln. Weitere Funktionen von Lendstar sind ein Chat und die Möglichkeit, Bilder miteinander auszutauschen. Ziel der Gründer Jennifer Fizia und Christopher Kampshoff ist es, Online-Banking zu einem Erlebnis zu machen. Frank Thelen, der Technik- und App-Experte unter den Löwen, weiß, dass das Thema „Financial Technology“ zur Zeit sehr aktuell in der Startup-Szene ist und viel Potential mit sich bringt.

Das Ziel: Die App ist zwar schon in den Stores von Apple und Android erhältlich, soll aber noch weiter ausgebaut werden. Hierfür benötigen die Gründer Jennifer Fizia und Christopher Kampshoff 250.000 Euro. Als Gegenleistung haben sie den Investoren 5 % ihrer Firma angeboten.

Der Ausgang: Nicht nur Frank Thelen, sondern auch Jochen Schweizer hat erkannt, wie viel Potential in Lendstar steckt und kam sofort auf die Idee, dieses auch auf sein Portal anzuwenden. Nachdem der Technik-Experte Thelen ausgestiegen ist, hatte der Erlebnis-Unternehmer freie Bahn, um den Gründern Jennifer Fizia und Christopher Kampshoff ein Angebot zu unterbreiten. Statt 5 % forderte er 6,14 % der Unternehmensanteile – und erhielt diese auch. Somit kam es zum Deal zwischen Lendstar und Jochen Schweizer.

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SportyDate

 

Die Gründer: Carlos Nilgen (36) und Martin Fleck (31)

Die Startup-Branche: Internet

Die Idee: SportyDate ist eine Mischung aus Community, Online-Dating und Sportler-Treff. Das Startup wurde von den beiden Berlinern Carlos Nilgen und Martin Fleck ins Leben gerufen, um Singles eine zwanglose Umgebung für Dates zu bieten. Das Prinzip ist denkbar einfach: Menschen verabreden sich zum Sport und lernen sich dabei ohne Druck kennen. Anschließend können sie sich gegenseitig auf dem Portal von SportyDate bewerten und somit herausfinden, ob Potential für ein zweites Date besteht.

Das Ziel: Carlos Nilgen und Martin Fleck wollen die Idee von SportyDate in ganz Deutschland verbreiten. Dafür benötigten die beiden nicht nur Investorengelder in Höhe von 150.000 Euro, sondern auch einen Partner, der sich auf dem Gebiet auskennt und neue Märkte erschließen kann. Ihr Gegenangebot waren 15 % der Firmenanteile von SportyDate.

Der Ausgang: Das Konzept von Carlos und Martin konnte die Löwen leider nicht überzeugen. Insbesondere der Fakt, dass es noch keine App für SportyDate gibt, sorgte dafür, dass letztendlich alle Investoren abgesprungen sind.

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Wundersam

 

Die Gründer: Herbert Bachler (49)

Die Startup-Branche: Mode

Die Höhle der Löwen WundersamDie Idee: Herbert Bachler weiß: Lederhosen sehen zwar toll aus und sind auch sehr widerstandsfähig, bringen ihren Träger jedoch auch schnell ins Schwitzen und lassen sich nur schwer reinigen. Anderen Trachten-Liebhabern widerstrebt der Gedanke, Kleindung aus Tierhaut zu tragen. Weil der gelernte Bürokaufmann daran etwas ändern wollte, machte er sich auf die Suche nach einer Alternative zur klassischen Lederhose – und fand den veganen Stoff Moleskin. Dieser unterscheidet sich optisch kaum vom Leder, wird aber zu 100 % aus Baumwolle gefertigt – und zwar in Deutschland und unter fairen Bedingungen. Die „lederlose Lederhose“ von Herbert Bachler wird unter dem Namen Wundersam verkauft.

Das Ziel: Bachler ist überzeugt davon, dass es Wundersam schaffen kann, zu einem echten Mode-Trend zu werden. Um national zu expandieren und auch auf dem US-amerikanischen Markt Fuß zu fassen, forderte er von den Löwen 150.000 Euro. Der Gründer war bereit, dafür 20 % seiner Firmenanteile abzugeben.

Der Ausgang: Während sich die Männer gleich von der „lederlosen Lederhose“ distanzierten, räumten die beiden Frauen Judith Williams und Lencke Steiner ein, dass das Produt durchaus Potential hätte. Lencke sprach sogar von einem „Design-Stück“, bei dem sie sich vorstellen könne, dass es bei den Käufern gut ankommt. Frau Williams, die auf eine beachtliche Karriere in der Mode-Branche zurückblicken kann, hielt jedoch fest, dass die Hose noch längst nicht ausgereift sei und auch Lencke Steiner äußerte Bedenken. Aus diesem Grund stiegen beide Löwinnen am Ende doch noch aus.

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Gourmetfix

 

Die Gründer: Michael Liebl (43)

Die Startup-Branche: Essen und Trinken

Die Idee: Gourmetfix stellt Würzmischungen ohne Geschmacksverstärker her. Der Gründer Michael Liebl kam auf die Idee, weil er früher selbst häufig sogenannte Fix-Produkte beim Kochen verwendet hat, sich allerdings daran störte, dass diese voller künstlicher Zusatzstoffe sind. Die verschiedenen Gewürzmischungen von Gourmetfix sind bereits in verschiedenen Supermärkten in Österreich und der Schweiz erhältlich. Auch nach Deutschland und in die USA bestehen bereits Geschäftsbeziehungen.Das reicht Michael Liebl jedoch nicht. Er will richtig durchstarten.

Das Ziel: Um sein neuestes Produkt, verschiedene Fertigprodukte, zu vermarkten, benötigte Liebl 250.000 Euro von den Investoren. Dafür bot er ihnen Firmenanteile in Höhe von 15 % an.

Der Ausgang: Michael Liebl war definitiv das Glückskind der gestrigen Folge von „Die Höhle der Löwen“. Vural Öger und Judith Williams verstanden sein Projekt in letzter Sekunde – und waren dann doch noch bereit, zu investieren. Sie forderten insgesamt 30 % der Firmenanteile und eine Rückzahlung von 50.000 Euro, sobald die Produkte von Gourmetfix große Gewinne erzielen. Der Erfinder der gesunden Fertigprodukte willigte ein und besiegelte den Deal mit den beiden Löwen.

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Lustblume

 

Die Gründer: Stefan Blust (32), Markus Gambalat (25) und Wieland Keser (25)

Die Startup-Branche: Internet

Die Höhle der Löwen LustblumeDie Idee: Wer denkt, dass sich hinter dem neckischen Namen Lustblume ein Online-Shop für Erotik-Artikel verbirgt, der irrt sich. Das Startup um die Gründer Stefan Blust, Markus Gambalat und Wieland Keser versteht sich als Online-Kaufberater für „Erwachsenen-Spielzeug“. Lustblume ist eine erste Anlaufstelle für alle, die ihrem Liebesleben mehr Pepp verleihen wollen, sich auf dem Gebiet der Sextoys jedoch nicht auskennen. Mithilfe eines Fragebogens findet die Plattformen heraus, welche Spielzeuge den Vorlieben des Interessenten gerecht werden könnten. Kann sich dieser mit einem der vorgeschlagenen Toys anfreunden, wird er durch einen Klick direkt zum entsprechenden Online-Shop weitergeleitet.

Das Ziel: Um das Startup Lustblume noch größer zu machen, wollten die drei Gründer aus Ravensburg 90.000 Euro von den Löwen haben. Sie waren bereit, dafür 15 % ihrer Firmenanteile abzugeben.

Der Ausgang: Im Fall von Lustblume zeigten sich die Löwen erstaunlich prüde. Alle lehnten die Sexspielzeuge ab und distanzierten sich dadurch auch von dem Startup. Vural Öger ließ sogar verlauten, dass er Sex-Shops “abscheulich” fände. Jochen Schweizer gab darüber hinaus zu bedenken, dass die drei Gründer sehr viel Geld in ihre Suchmaschinenoptimierung stecken müssten, um überhaupt auffindbar zu sein. Am Ende stiegen alle Löwen aus.

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