Die Höhle der Löwen: Noch mehr spannende Startups und Deals

Die aktuelle Staffel von „Die Höhle der Löwen“ läuft auf Hochtouren und hat uns auch in dieser Woche nicht enttäuscht. Gestern Abend stellten sich erneut sechs mutige Startups den Löwen, in der großen Hoffnung, gute Deals mit nach Hause zu nehmen. Der Zuschauer durfte sich erneut über kreative Pitches, spannende Verhandlungen und eine grandiose Jury freuen.

 

Wie jede Woche fassen wir auch diesmal wieder die gestrige Sendung in unserem getLaunched-Blog zusammen, um Ihnen noch einmal die wichtigsten Facts zu den Startups und den entstandenen Deals zu präsentieren. Auf diese Weise können Sie die Sendung noch einmal in Ruhe Revue passieren lassen (oder nachempfinden, wenn Sie es gestern Abend nicht geschafft haben, sie vor dem Fernseher zu verfolgen).

 

Zur Zusammenfassung der Folge vom 8. September geht es hier entlang >>>

 

von Jungfeld

 

Die Gründer: Maria Penschev (28) und Lucas Pulkert (24)

Die Startup-Branche: Mode

Die Idee: Herrensocken genießen in der Modewelt einen eher zweitrangigen Ruf. So müssen sie vor allem eines sein: funktional. Nicht jedoch, wenn es nach den beiden Startup-Gründern Maria Penschev und Lucas Pulkert geht. Die beiden jungen Menschen aus Mannheim und Nürnberg haben deswegen 2013 das Label von Jungfeld ins Leben gerufen. Dieses steht für kunterbunte und modische Herrensocken, die in Deutschland produziert werden. Die qualitativ hochwertigen Produkte sind mittlerweile in rund 400 Läden erhältlich.

Das Ziel: Trotz ihres Erfolges wollen Maria Penschev und Lucas Pulkert noch mehr. Für eine internationale Expansion forderten sie von den Löwen 1 Millionen Euro – und boten dafür 15 % ihrer Firmenanteile an.

Der Ausgang: Obwohl alle Löwen von der Qualität der Socken überzeugt waren, bissen sie trotzdem nicht an. Besonders der Fakt, dass Maria Penschev und Lucas Pulkert bisher keine Gewinne eingefahren haben und dies auch erst für 2016/17 planen, hat den Investoren scheinbar nicht geschmeckt. Zusätzlich wurde mehrfach die falsche Bewertung des Unternehmenswerts kritisiert. Letztlich verließ von Jungfeld die Höhle der Löwen ohne einen Deal.

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MyDog365

 

Die Höhle der LöwenDie Gründer: Eike Adler (39), Maik Thomas (37) und Richard Kolodziej (33)

Die Startup-Branche: Apps

Die Idee: Hinter dem Namen MyDog365 verbirgt sich eine App, die vielbeschäftigten Hundebesitzern eine echte Entlastung bieten will. Der Grundgedanke: Viele Herrchen und Frauchen haben kaum Zeit, um sich ausgiebig mit ihrem vierbeinigen Gefährten zu beschäftigen. Das Resultat sind gelangweilte und unausgelastete Hunde. Um dieses Problem zu beseitigen, stellt die App MyDog365 dem Hundehalter jeden Tag eine Aufgabe in Form eines Videos inklusive Anleitung. Somit muss sich dieser nicht ständig aufs Neue den Kopf zerbrechen und kann dem Hund eine abwechslungsreiche Beschäftigung bieten. Dass die App auch hält, was sie verspricht, bestätigt der Fakt, dass alle Aufgaben von professionellen Hundetrainern entwickelt wurden.

Das Ziel: MyDog365 soll international werden. Um dieses Ziel zu erreichen, brauchten Eike Adler, Maik Thomas und Richard Kolodziej die Unterstützung der Löwen. Für 20 % ihrer Firmenanteile wollten Sie 150.000 Euro zur Internationalisierung ihrer App.

Der Ausgang: Mit ihrem tierischen Pitch konnten die drei Agentur-Besitzer Eike Adler, Maik Thomas und Richard Kolodziej überzeugen. Sowohl Jochen Schweizer als auch Frank Thelen bekundeten Interesse an der App – wollten jedoch auch ein Mitspracherecht in der Medien-Agentur der Gründer. Obwohl sich Schweizer ein gemeinsames Investment vorstellen konnte, ließ sich Thelen nicht auf diesen Deal ein. Seine Befürchtung: Mit 10 % Firmenanteilen hat er nicht genügend Mitspracherecht. Letztlich setzte sich der Software-Experte durch und zog den Deal allein an Land. Jochen Schweizer hatte das Nachsehen – obwohl der den Gründern von MyDog365 ebenfalls attraktive Zusatzleistungen angeboten hatte.

 

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Tom Yang BBQ

 

Die Gründer: Christian Zehetner (31) und Manfred Reindl (55)

Die Startup-Branche: Essen & Trinken

Die Idee: Die asiatische Küche ist bekannt dafür, besonders schmackhaft, gesund und fettarm zu sein. Das ist auch Christian Zehetner während seiner Thailand-Reise nicht entgangen. Als er dabei den Moo Kata, einem speziellen Tisch-Grill mit Grill-, Brat- und Kochfunktion begegnete, war ihm sofort klar, dass dieses Produkt auch auf dem europäischen Markt Fuß fassen kann. Gesagt, getan. Gemeinsam mit seinem Onkel Manfred Reindl konnte der Asien-Fan seine Geschäftsidee in die Realität umsetzen. Zahlreiche asiatische Restaurants in der Heimat der beiden Unternehmer sind bereits vom Tom Yang BBQ überzeugt.

Das Ziel: Um ihr Produkt auch Privatkunden anbieten zu können und einen Online-Shop zu entwickeln, benötigte das Neffe-Onkel-Gespann 150.000 Euro. Die beiden waren bereit, dafür 5 % ihrer Firmenanteile an einen interessierten Löwen abzugeben.

Der Ausgang: Das Produkt Tom Yang konnte im Geschmackstest alle Löwen überzeugen. Vor allem Judith Williams und Frank Thelen schwärmten von der frischen und gesunden Küche und auch Vural Öger räumte ein, dass er den Tischgrill kaufen würde. Dennoch konnte sich keiner der Löwen dazu überreden lassen, in die Erfindung zu investieren. Nur Lencke Steiner bekundete ernsthaftes Interesse, stellte jedoch gleich fest, dass ihr 5 % Firmenanteile entschieden zu wenig seien. Auf die Forderung nach mehr Anteilen gingen Christian Zehetner und Manfred Reindl allerdings nicht ein. Aus diesem Grund gingen sie ohne Deal aus der Höhle der Löwen.

 

 

Heelbopps

 

Die Gründerin: Katharina Hermes (31)

Die Startup-Branche: Mode

Die Idee: Katharina Hermes ist eine echte Expertin auf dem Gebiet der Mode. Die Designerin war bereits für mehrere internationale Labels tätig und will nun mit ihrem eigenen Produkt durchstarten. Bei Heelbopps handelt es sich um ein besonders funktionales Accessoires für den Absatz der High Heels. Auf der einen Seite ist der Aufsatz dazu gemacht, um die Absätze auf unebenem Untergrund zu stabilisieren und auf der anderen Seite bietet er seinen Verwenderinnen die Möglichkeit, die Schuhe individuell zu gestalten und zu verschönern. Aus diesem Grund gibt es Heelbopps in verschiedenen Ausführungen und Farb-Varianten. Auf der Internetseite des Startups ist der einprägsame Satz „PIMP and PERSONALIZE your PUMPS, while PROTECTING your high-heels“ zu lesen. Besser kann man den Sinn der Heelbopps wahrscheinlich nicht zusammenfassen.

Das Ziel: Katharina Hermes hat sich in die Höhle der Löwen gewagt, um ihren Absatzmarkt zu vergrößern. Aus diesem Grund forderte sie von den Investoren 200.000 Euro für 10 % Firmenanteile.

Der Ausgang: Im Falle der Heelbopps schieden sich die Geister, beziehungsweise die Geschlechter. Während Judith Williams dem Produkt gegenüber aufgeschlossen war und besonders den praktischen Aspekt der Aufsätze als Schutz für ihre High Hells bewunderte, bekundete Vural mehrmals offenkundig seine Abneigung gegenüber den Accessoires. Auch die anderen Löwen waren seiner Meinung und entschieden sich daher klar gegen einen Deal. Auch Frau Williams, die zwar daran glaubte, dass die Heelbopps zu einem Trend werden könnten, stieg letztendlich aus.

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Bottoms Up Bier

 

Die Höhle der LöwenDer Gründer: Jörg Blin (46)

Die Startup-Branche: Erfindungen

Die Idee: Dass Deutschland das Land der Biertrinker ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Das weiß auch Jörg Blin. Um Bier noch schneller und effektiver zu zapfen, hat er sich einer Geschäftsidee aus den USA bedient. Bottoms Up Bier wird wie durch Zauberhand durch eine Öffnung im Boden der Bierbecher gezapft. Ist dieser schließlich voll, wird das Loch mithilfe eines Magneten abgedichtet. Besonders für Gastronomen auf Groß- und Sportveranstaltungen soll dieses Zapfsystem viele Vorteile mit sich bringen.

Das Ziel: Jörg Blin will seinem Geschäft gern noch ein bisschen auf die Sprünge helfen. Dafür benötigte er die Hilfe der Löwen. Für 500.000 Euro hat er den fünf Juroren allerdings nur 5 % Firmenanteile angeboten.

Der Ausgang: „Reine Magie“ – mit diesen Worten beschrieb Jochen Schweizer das Zapfsystem von Bottoms Up Bier. Dennoch investierte keiner der Löwen in das Startup. Der Grund: Die Forderungen von Jörg Blin waren völlig überzogen. Außerdem konnte der Unternehmer keinen Businessplan für sein Geschäft vorlegen. Diese schlechte Vorbereitung war in den Augen von Frank Thelen „respektlos“.

 

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Math42

 

Die Gründer: Maxim Nitsche (19) und Raphael Nitsche (18)

Die Startup-Branche: Apps

Die Idee: Die Brüder Maxim und Raphael Nitsche sind wahre Mathe-Genies, die ihren Mitschülern schon immer gern Nachhilfe gegeben haben. Aus der Hilfsbereitschaft der beiden wurde allerdings schon früh eine Geschäftsidee und so entwickelten sie die Nachhilfe-App Math42. Diese erklärt mathematische Vorgänge Schritt für Schritt und fragt das Wissen der Nutzer mit Tests ab. Der Erfolg der App lässt sich ganz einfach in Zahlen ausdrücken: Weltweit nutzen mehr rund 900.000 Schüler Math42, um bessere Noten in Mathematik zu bekommen.

Das Ziel: Um mit ihrer Idee noch mehr Geld zu verdienen, wollen Maxim und Raphael Nitsche nun eine kostenpflichtige Premium-Variante von Math42 auf den App-Markt bringen. Um diese zu entwickeln, forderten die beiden klugen Köpfchen von den Löwen eine stolze Summe. Für 20 % ihrer Firma wollen sie 2 Millionen Euro haben. So viel Geld wollte kein Startup zuvor in der Höhle der Löwen haben.

Der Ausgang: Die Verhandlungen um eine Investition in die Nachhilfe-App Math42 war eindeutig das Highlight der gestrigen Folge von „Die Höhle der Löwen“. Die beiden Brüder Maxim und Raphael beeindruckten durch ein souveränes und selbstsicheres Auftreten, das auch die Löwen in Staunen versetzte. Thelen und Öger waren auch bereit, die 2 Millionen Euro gemeinsam aufzubringen – unter der Voraussetzung, dass jeder 20 % der Firmenanteile bekommt. Nachdem die Brüder ein Gegenangebot mit 30 % Anteilen machten, ließen sie plötzlich verlauten, dass nicht sie, sondern ihr Vater der Geschäftsführer ihres Unternehmens ist. Diese Information führte dazu, dass die beiden Löwen doch noch absprangen. 

 

 

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