Diese 10 Schweizer Startups müssen Sie kennen

Die Schweiz immer wieder ein Parade-Beispiel für den Spruch „Klein, aber oho!“. Das gilt auch für Startups. Jedes Jahr werden in dem kleinen Alpen-Staat neue, spannende Projekte ins Leben gerufen, die es problemlos mit der internationalen Konkurrenz aufnehmen können. Auch 2014 wurden in der Schweiz wieder viele herausragende Startups gegründet. Zehn davon wollen wir Ihnen im folgenden Beitrag genauer vorstellen.

 

 

BestMile Sàrl

Lausanne

Startup-Branche: Technik

Gründer: Raphaël Gindrat

BestMile hat eine Software entwickelt, die fahrerlose Rufbusse steuern kann. Die ersten Modelle sind bereits seit März 2014 auf dem Campus der École polytechnique fédérale de Lausanne unterwegs. Bei der Einweihung des Pilotprojektes waren unter anderem die Schweizer Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und der französische Staatspräsident François Hollande anwesend. Dass BestMile zu den derzeit wichtigsten Schweizer Startups zählt, unterstreicht auch der Fakt, dass das Unternehmen bei der letzten Swiss Venture Night in Genf drei der vier vergebenen Preise gewann.

 

SamanTree Medical SA

Lausanne

Startup-Branche: Technik

Gründer: Davor Kosanic

Es ist definitiv nicht übertrieben, wenn wir an dieser Stelle behaupten, dass SamanTree Medical ein medizinischer Meilenstein gelungen ist. Das Startup, das im Dezember 2014 gegründet wurde, hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Ärzte schon während einer Krebs-Operation kontrollieren können, ob es noch Tumorzellen im Körper gibt. Die Technologie, die dem Verfahren zugrunde liegt, trägt den Namen HistoScope. Es handelt sich hierbei um ein digitales Mikroskop, das in der Lage ist, die Struktur der Zellen in Echtzeit zu visualisieren. Auf diese Weise können die operierenden Ärzte schnell erkennen, wo es noch Krebs-Zellen gibt.

 

 

Codecheck AG

Zürich

Startup-Branche: Apps

Gründer: Roman Bleichenbacher

Das Startup Codecheck wurde im Mai 2014 gegründet. Hierbei handelt es sich um eine Anwendung, die kritischen Verbrauchern umfassende Informationen zu einem bestimmten Produkt liefert. Hierzu gehören:

  • Herkunft
  • Hersteller
  • Preis
  • Inhaltsstoffe
  • Empfehlung

 

Nutzer der App müssen einfach nur den Barcode von Lebensmitteln und Co. mit dem Smartphone einscannen oder das Produkt mit Namen oder Hersteller suchen und schon erscheinen viele verschiedene Infos, die darüber aufklären, wie gesund oder bedenklich das Produkt ist. Um auf einen Blick zu erkennen, wie empfehlenswert das Produkt ist, bedient sich Codecheck eines einfachen Ampelsystems: Grüne Produkte sind unbedenklich, rote sollten unbedingt gemieden werden. In diesem Fall bietet die App seinem Nutzer direkt bessere und gesündere Alternativen zu dem aktuellen Produkt an. Die Informationsgrundlage der App, die mehr als 23 Millionen Produkte erkennen kann, wurde von verschiedenen unabhängigen Experten geschaffen. Diese gehören unter anderem folgenden Organisationen an:

  • Greenpeace
  • BUND
  • Öko-Test
  • WWF
  • Stiftung für Konsumentenschutz
  • Natürlich Leben
  • Vier Pfoten

 

ScanTrust SA

Lausanne

Startup-Branche: Apps

Gründer: Justin Picard

Das Lausanner Startup ScanTrust setzt an einem wohlbekannten Problem an. Weltweit überschwemmen immer wieder neue Fälschungen von Luxus-Artikeln wie Handtaschen, Shirts und Schuhen den Markt. Das ärgert nicht nur den betrogenen Käufer, sondern auch die gefälschten Labels. ScanTrust hat eine App entwickelt, mit der Konsumenten schnell und sicher checken können, ob sie es mit einem Original oder einem Plagiat zu tun haben. Hierzu muss einfach nur der QR-Code, der direkt auf dem Produkt oder der Verpackung angebracht ist, mit dem Smartphone gescannt werden. Der Käufer sieht sofort, ob das Produkt echt oder falsch ist und dem Hersteller werden wichtige Informationen übermittelt. Mit seiner App ScanTrust wurde der Entwickler Justin Picard einer der fünf Gewinner der Swisscom Startup Challenge 2014.

 

Bluebox Shop AG

Zürich

Startup-Branche: Online-Shop

Gründer: Alan Frei

Die Bluebox Shop AG bietet in ihrem Online-Shop amorana.ch hochwertige Lifestyle- und Erotik-Produkte an – vom Designer-Vibrator bis zur Luxus-Lingerie. Das Angebot umfasst verschiedene Marken aus der ganzen Welt. Das Besondere am Bluebox Shop ist, dass der Käufer auch ein Abo abschließen kann. Dann bekommt er jeden Monat zwei bis fünf erotische Produkte zugeschickt und kann sich immer wieder auf’s Neue überraschen lassen. Das Konzept des Startups, hochwertige und geschmackvolle Erotik-Artikel im Abonnement anzubieten, kommt bei den Kunden gut an. Sie bescheinigen dem Online-Shop höchste Zufriedenheit.

 

Farmy AG

Zürich

Startup-Branche: Online-Shop

Gründer: Tobias Schubert und Roman Hartmann

Auch die Züricher Tobias Schubert und Roman Hartmann haben im vergangenen Jahr einen Online-Shop an den Start gebracht. Dieser vertreibt jedoch keine Liebesspielzeuge, sondern ist eine Art virtueller Hofladen. Die Idee dahinter: Die beiden Gründer der Farmy AG lieben frisches und gesundes Essen, fanden es jedoch immer mühsam, verschiedene Bio-Läden abzufahren. Deswegen entschieden sie sich kurzerhand, alle Produkte, die sie mögen, in einem Online-Shop anzubieten. Auf farmy.ch findet der Nutzer eine breite Auswahl an verschiedenen Produkten – von den Milchprodukten über Fisch und Fleisch bis hin zu allerhand Vorräten. Darüber hinaus bietet der Shop ein gesondertes Sortiment für Veganer an. Wenn die Zeit einmal besonders knapp ist, kann der Online-Shopper auch einen Produktkorb auswählen, der bereits von Farmy befüllt wurde.

 

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Flyability SA

Lausanne

Startup-Branche: Technik

Gründer: Patrick Thévoz

„Gimball“ ist der Name einer Drohne, die von dem Startup Flyability SA im vergangenen Jahr entwickelt und auf den Markt gebracht wurde. Es handelt sich hierbei um das weltweit erste Flugobjekt, das resistent gegenüber Zusammenprallen ist. Die Drohne soll zukünftig vor allem an Unfallorten eingesetzt werden, um Verletzte schnell zu finden. Darüber hinaus ist „Gimball“ für die Bereiche Industrie-Wartung und Security von großer Bedeutung.

 

Movu AG

Zürich

Startup-Branche: Dienstleistungen

Gründer: Laurent Decrue

Die Plattform Movu, die im Mai 2014 gegründet wurde, hilft ihren Nutzern dabei, Umzugsfirmen und Reinigungskräfte zu finden. Damit der Dienst das passende Angebot zusammenstellen kann, hat der Nutzer die Möglichkeit, ein kurzes Video von der eigenen Wohnung zu senden oder ein Inventar-Formular auszufüllen. Movu ist für den Nutzer kostenlos. Das Startup finanziert sich durch die Vermittlung der Umzugsunternehmen und Reinigungskräfte.

 

Proton Technologies AG (ProtonMail)

Genf

Startup-Branche: Technik

Gründer: Khoi Nguyen Nguyen

Die Vision von ProtonMail war es, dass jeder Internetnutzer die Möglichkeit erhält, verschlüsselte Emails zu versenden. Seit Juli 2014 ist diese Vision eines sicheren und privaten World Wide Webs nun Realität. Dass das Startup den Nerv der Zeit getroffen hat, zeigt, dass ProtonMail im Vorfeld des Launches 550 000 Dollar durch Crowdfunding sammeln konnte. Hinzu kamen 2 Millionen Dollar Investoren-Gelder aus Genf und den USA.

 

Lunaphore Technologies SA

Lausanne

Startup-Branche: Technik

Gründer: Ata Tuna Ciftlik

Das Startup Lunaphore Technologies SA hat ein Gerät zur schnelleren, sichereren und genaueren Untersuchung von Krebs-Tumoren entwickelt. Die Immunhistochemie-Technologie ist in der Lage, den menschlichen Körper innerhalb von fünf Minuten zu untersuchen und gegebenenfalls Tumore ausfindig zu machen.

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