Für Genießer: Food-Startups erobern die Märkte

Nachdem wir Ihnen auf unserem Blog schon die grünen Startups und auch journalistische Startups vorgestellt haben, soll es in diesem Beitrag um das breite Feld der Food- und Drink-Startups gehen. Coole Snacks, trendige Drinks – Geschäftsideen wie diese boomen nach wie vor und scheinen den Nerv der Zeit genau zu treffen. Konsumenten sind vermehrt bereit, wieder mehr Geld für Genussmittel aus dem Lebensmittelsektor zu bezahlen. Sie machen sich auf die Suche nach außergewöhnlichen Angeboten und lieben es, neue Produkte zu testen. Für die Food-Startups bedeutet das vor allem eines: Schnelle Weiterentwicklung und eine stetig wachsende Fan-Gemeinde.

 

Die verschiedensten Geschäftsideen

Egal ob die Kochbox für zu Hause, ein Geschäft, in dem die Lebensmittel unverpackt angeboten werden oder der neue In-Drink, der nicht nur aufgrund seines Geschmacks, sondern vor allem wegen seiner Farbe überzeugt – das Segment für Food-Startups ist breit. Immer mehr junge Gründer fassen den Mut, sich und ihre Geschäftsidee hier unter Beweis zu stellen – und stoßen dabei auf positive Resonanz.
Müsste man ein Erfolgsrezept formulieren, so hieße dieses wahrscheinlich: Je außergewöhnlicher, desto besser. Nicht nur Speisen, sondern auch Getränke werden neu „erfunden“. Doch warum bietet der Lebensmittelsektor so viel Nährboden für erfolgreiche Startup-Ideen?

 

Die drei Säulen des Erfolgs

Der Konsum von Getränken und Speisen gehört in unseren Breitengraden zum alltäglichen Leben. Es ist vollkommen normal, dass wir mehrmals täglich mit verschiedenen Produkten in Kontakt kommen und diese ganz selbstverständlich zu uns nehmen. Für Gründer bedeutet das in erster Linie: Der Bedarf und die Nachfrage nach Produkten aus diesem Segment sind enorm.

Der tägliche Konsum sorgt jedoch nicht nur für einen routinierten Umgang mit Lebensmitteln und Getränken, ist darüber hinaus auch dafür verantwortlich, dass wir immer auf der Suche nach Neuem sind. Neue Cola, neues Fertigprodukt, neue Chips – Neuheiten im Supermarkt-Regal wecken unsere Aufmerksamkeit. Erst recht, wenn sie mit einem coolen Trend-Image behaftet sind, was in der Startup-Szene ja keine Seltenheit ist.

Ein dritter Punkt, der für den Erfolg von Food-Startups spricht, ist das positive Image von Speisen und Getränken. Zu essen und zu trinken ist immer stark mit dem Thema Genuss verbunden. Spezielle Getränke und ausgefallene Speisen sind Luxus-Produkte, die wir ganz bewusst genießen und uns gönnen. Dieses Empfinden führt zu einer völlig neuen Wertschätzung und sorgt dafür, dass wir auch bereit sind, mehr Geld für Essen und Trinken auszugeben.

Fassen wir also zusammen. Der Erfolg von Food-Startups gründet im Wesentlichen auf diese drei Säulen:

  • Selbstverständlichkeit des Konsums von Speisen und Getränken
  • Große Nachfrage in diesem Sektor
  • Speisen und Getränke als bewusste Genuss-Mittel und Luxusgüter

 

Der besondere Erfolg der Kochboxen

Wenn es um Food-Startups geht, dann ist eine Gruppe ganz besonders präsent – nämlich die der Kochboxen. Egal ob Hello Fresh, Unsere Schlemmertüte, KommtEssen oder Home eat Home, diese und viele weitere Startups verfolgen ein ebenso einfaches wie geniales Konzept: Sie bieten vorgepackte Boxen an, die genau portionierte Lebensmittel und dazu passende Rezepte beinhalten. Wer sich eine solche Koch-Box nach Hause liefern lässt, kommt in den Genuss mehrerer Vorteile:

  • Der zeitaufwändige und stressige Einkauf entfällt
  • Die Überlegung „Was kochen wir heute?“ entfällt
  • Speisen werden genau portioniert
  • Es bleiben keine (oder kaum) Lebensmittelreste übrig

 

Food-Startups

 

Startups, die diese Geschäftsidee auf unterschiedliche Weise realisiert haben, haben es verstanden, die Entwicklung der Gesellschaft genau zu beobachten und daraus Vorteile zu ziehen. Der moderne und gestresste  Großstadtmensch hat keine Zeit, sich Gedanken über sein Abendessen zu machen. Erst Recht hat er weder Zeit noch Nerven, sich nach der Arbeit noch durch die engen Supermarktregale zu quetschen – oftmals ohne genau zu wissen, was er überhaupt zum Kochen braucht. Stattdessen wählt er online Gerichte aus und lässt sich alles, was er dazu benötigt bequem nach Hause schicken.

Ein weiterer, nicht unwesentlicher Aspekt dieses Geschäftsmodells ist der Faktor Müllvermeidung. Vor allem in Singlehaushalten ist das Problem der Lebensmittelverschwendung enorm. Es ist extrem schwer, genau so viel zu kochen, dass am Ende nichts übrig bleibt. Vor allem “Vorteils-” und XXL-Packungen erschweren diese Problematik zusätzlich. Anbieter von Kochboxen setzen genau hier an – indem sie ihren Kunden exakt die Menge an Lebensmitteln liefern, die sie auch tatsächlich brauchen.

 

Die vielfältige Welt der Food-Startups

Das Lebensmittel-Startups jedoch nicht nur Kochboxen anbieten, sondern auch durch andere innovative Ideen überzeugen und sich am Markt positionieren konnten, sollen die folgenden Beispiele zeigen. Es handelt sich hierbei um eine exemplarische Auswahl, die zeigen soll, wie vielfältig die Welt der Food-Startups ist.

 

Culinary Misfits Die beiden Gründerinnen der Culinary Misfits (deutsch: kulinarische Außenseiter) hatten eine geniale Idee: Sie gingen zu Bauern der Region, ließen sich dort Gemüse geben, das aufgrund der EU-Normvorschriften nicht verkauft werden konnte und bereiteten damit Suppen, Snacks und mehr zu. Aus dem Street-Food-Stand ist inzwischen ein florierender Catering Service geworden.
koawach Das Wachmacher-Getränk ist spätestens seit der 2. Staffel von „Die Höhle der Löwen“ jedem in der Startup-Szene ein Begriff. Bei dem Getränk handelt es sich um einen Kakaodrink, der dank Guarana Power spendet. Die Kaffee-Alternative ist magenschonend, nicht zu süß und wird unter fairen Bedingungen produziert.
kukimi Der Leitsatz vom Food-Startup kukimi lautet „Abnehmen leicht und lecker“. Im Online-Shop können Abnehm-Willige ein Diät-Programm auswählen und sich mit tollen Gerichten beliefern lassen. In Kombination mit einem Coaching und sportlicher Betätigung werden somit den Pfunden der Kampf angesagt.
Bauerntüte „Warum sollen wir Nahrungsmittel im Supermarkt kaufen, die aus anderen Ländern & Regionen stammen, einen weiten Weg hinter sich haben und nicht die die entprechende Qualität wie Waren unserer Region aufweisen?“ Dieser Satz ist auf der Homepage der Bauerntüte zu lesen. Das Prinzip des Startups ist klar: Kunden bestellen frische Lebensmittel aus regionalem und saisonalem Anbau.
Stuggi Jeder Schwabe weiß: Maultasche ist nicht gleich Maultasche. Da es unzählige Möglichkeiten gibt, diese süddeutsche Spezialität zuzubereiten, hat Metzger Stefan Bless mit Stuggi einen „Maultaschen-Konfigurator“ entwickelt. Kunden können sich damit in sieben Schritten die perfekte Maultasche zusammenstellen. Klingt etwas verrückt? Das ist es durchaus… aber auch verdammt lecker!
Nixe Denkt man an das Getränk Bier, so haben die meisten dralle Bäuche und ganz sicher keine perfekten Beachbodys vor Augen. Das soll sich nun ändern – und zwar mit Nixe, dem ersten Low Carb-Bier im deutschsprachigen Raum. Was in Australien schon längst einen Marktanteil von 10% ausmacht, soll nun auch in Mitteleuropa Begeisterungsstürme auslösen. Das Besondere: Auch wenn das Bier weniger Kohlenhydrate hat, weist es den gleichen Alkoholgehalt wie herkömmliche Sorten auf. Außerdem ist es nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut.

 

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