Österreich wird zum Gründerland – 3 Startups, die Sie kennen sollten

Österreich wird zum Gründerland – 3 Startups, die Sie kennen sollten

Österreich war bislang als Land nicht unbedingt für seine rege Gründerszene bekannt. Im Schatten von den USA, Deutschland oder auch China hat sich unser europäischer Nachbar aber ganz heimlich gemausert und mischt jetzt plötzlich in der weltweiten Startup-Szene mit. Doch wieso wurde Österreich eigentlich gerade jetzt vom Gründerfieber gepackt und welche Startups sollten Sie in nächster Zeit unbedingt auf dem Radar haben?

Österreich wird von Neo-Entrepreneuren erobert

Gerade in der Hauptstadt Wien wimmelt es mittlerweile von Entrepreneuren, Investoren und Startups. Und nicht nur das: Eine richtige Startup-Szene macht sich in dem doch eher kleinen Land breit, namhafte Gäste kommen für Veranstaltungen direkt aus dem Silicon Valley zu Besuch und selbst offizielle Institutionen haben das große Potenzial bereits erkannt. Woran das liegt? Experten führen es auf eine neue Generation von Studenten zurück, die – vielleicht angetrieben durch die neuen, von der Digitalisierung geschaffenen Möglichkeiten – die bisherigen Wirtschaftskreisläufe in Frage stellen. Sie wollen nicht mehr nur hörig sein, sie möchten kreativ werden, ihre Ideen verwirklichen und sehen, wie weit sie es bringen können. Und dabei kommt ein ganz bedeutender Faktor zum Tragen, der die österreichische Startup-Szene wohl so einzigartig macht: Scheitern ist erlaubt. Im Gegensatz zu vielen deutschen Unternehmern sei die Angst vor dem Risiko hier deutlich kleiner, so Experten von der WU Wien. Obrigkeitshörigkeit oder Sicherheitsdenken gehören der Vergangenheit an. Die Studenten probieren sich nach dem Studium aus und haben schließlich nichts zu verlieren. Klappt es nicht, so können sie sich immer noch irgendwo eine Anstellung suchen. Von diesem Optimismus könnten sich die anderen Gründerländer ruhig mal eine Scheibe abschneiden.

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Die neue Gründerwelle verändert auch die österreichische Wirtschaft

Dieser neue Wind hat auch die Wirtschaft in Österreich bereits zum Umdenken angestiftet. Immer mehr offizielle Institutionen investieren in junge Gründer, organisieren Accelerator-Programme oder gar Kooperationen mit Unternehmen aus dem Silicon Valley. Als Ergebnis erhofft sich die österreichische Wirtschaft eine Menge neuer Arbeitsplätze. Und zwar nicht nur im eigenen Land: Bis zum Jahr 2017 sollen durch innovative Startups in den G20-Mitgliedsstaaten rund zehn Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden. So ist zumindest der Plan. Und derzeit ist Österreich auf einem guten Weg. Viele der neuen Wiener Startups befinden sich in einem rasanten Aufstieg und das in unterschiedlichsten Branchen. Ganz vorne mit dabei sind natürlich auch hier die Apps. Welche? Zum Beispiel folgende drei:

  1. Runtastic – ist wohl das derzeit bekannteste Startup aus Österreich und wurde im Jahr 2009 gegründet. Das Produkt? Eine mobile Sport-App. Und diese wurde bis dato bereits über 140 Millionen Mal heruntergeladen und zählt mehr als 70 Millionen registrierte Nutzer. Aufgekauft wurde das junge Unternehmen mittlerweile übrigens vom Sportartikelhersteller Adidas – für schlappe 220 Millionen Euro.
  2. Tripwolf – macht zwar nicht so große Schlagzeilen wie Runtastic, ist aber ein Jahr älter und beinahe ebenso erfolgreich. Auch im Bereich der Apps angesiedelt, geht es hierbei um einen mobilen Reiseführer in mittlerweile fünf verschiedenen Sprachen.
  3. mysugr – ist ein Startup aus dem Jahr 2011, das vor allem im Bereich der Gamification als echte Innovation gilt. Und das für einen wirklich guten Zweck: Spielerisch, mit einem ansprechenden Design und einer Menge Spaß hilft es Diabetes-Patienten dabei, besser mit ihrer Erkrankung umzugehen und die Werte in den Griff zu bekommen. Wie kann man da als Investor „Nein“ sagen? Das dachte sich auch der schweizer Pharmakonzern Roche und machte rund 4,2 Millionen Euro locker.

Es bleibt spannend, welche Innovationen die österreichische Startup-Szene noch hervorbringen wird. Sicher ist aber, dass Sie diese unbedingt auf dem Radar haben sollten. Und als Investor lohnt sich hier auf jeden Fall auch ein zweiter Blick…

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