Wer ist der „König der Löwen“?

Hinter uns liegt eine spannende, informative und überaus unterhaltsame 2. Staffel der Erfolgssendung „Die Höhle der Löwen“. Für uns von getLauchned ist das der perfekte Zeitpunkt, um zu resümieren und einer ganz bestimmten Frage auf den Grund zu gehen: Welcher Investor hat am meisten investiert und ist damit der „König der Löwen“?

 

Lencke Steiner – begrenzte Investment-Freudigkeit

 

Wer #DHDL in den sozialen Netzwerken verfolgt hat, hat sicherlich mitbekommen, dass die Familien-Unternehmerin Lencke Steiner dort nicht immer glimpflich davon gekommen ist. Die ambitionierte FDP-Politikerin zeigte sich meist bedeckt und war schwer zu begeistern. Das wird auch dann deutlich, wenn man sich vor Augen führt, für wie viele Startups sie sich tatsächlich interessiert hat. Lencke Steiner hat in der Höhle der Löwen gerade einmal vier Deals abgeschlossen:

 

  • Das Bier-Getränk Babo Blue konnte Lencke Steiner überzeugen. Gemeinsam mit Jochen Schweizer investierte sie 100.00 Euro. Dafür erhielten die beiden Löwen 25,1 % der Firmenanteile.
  • Dem „Rent-a-Roller“-Startup Scoo.me sagte Frau Steiner 100.000 Euro zu. Dafür erhielt sie 30 % der Firmenanteile.
  • Gemeinsam mit Vural Öger hat die Verpackungs-Expertin in Dinnery investiert. Das Startup bietet vorgekochte Gourmet-Küche an, die in einer Box nach Hause geschickt wird. Der Deal umfasste 100.000 Euro für 26 %
  • Ein weiterer Alleingang gelang Lencke Steiner bei Kleine Prints – einem Startup, das Fotobücher für Kinder produziert. Hier investierte sie 40.000 Euro und erhielt 30 % der Unternehmensanteile.

 

Insgesamt investierte Lencke Steiner eine Summe in Höhe von 240.000 Euro.

 

Judith Williams – kein Mut zum Alleingang

 

Schaut man sich die Deals von Judith Williams in der Übersicht an, so stellt man fest, dass sie kein einziges Mal einen Einzel-Deal abgeschlossen hat. Frau Williams hat jedes Mal nur gemeinsam mit anderen Löwen investiert. Dennoch dürfte „Die Höhle der Löwen“ ein großer Erfolg für die „Beauty-Queen“ gewesen sein – schließlich konnte sie durch ihr charmantes und wortgewandtes Auftreten eine große Fan-Gemeinde gewinnen. Unvergesslich dürfte auch ihre „Flyrad-Challenge“ sein, die die pfiffige Geschäftsfrau in eine wirksame Social Media-Kampagne umgewandelt hat. Judith Williams hat in der 2. Staffel von „Die Höhle der Löwen“ in sechs Startups investiert:

 

  • Bei dem Aftershave-Produkt Dr. Severin investierte sie zusammen mit Frank Thelen200.000 Euro für 25 %.
  • Das Herrenmode-Label von Floerke konnte nicht nur bei Frau Williams, sondern auch bei Vural Öger und Frank Thelen punkten. Gemeinsam mit den beiden Männern investierte sie 100.000 Euro. Dafür erhielten die drei Löwen 33 % der Firmenanteile.
  • Auch bei Little Lunch, einem Anbieter für leckere Fertigsuppen aus dem Glas, schlug das Dreier-Gespann Williams-Öger-Thelen zu. Hier floss ebenfalls eine Investitionssumme in Höhe von 100.000 Euro. Dafür gab das Startup 30 % der Firmenanteile ab.
  • Beim Startup Gourmetfix fand Judith Williams abermals in Vural Öger einen Investitionspartner. Die beiden investierten 50.000 Euro in die Gewürzmischungen und erhielten dafür gemeinsam 30 % der Anteile.
  • Das Kosmetik-Startup Bademeisterei konnte nicht nur Frau Williams, sondern auch Herrn Schweizer überzeugen. Beide investierten gemeinsam 350.000 Euro für 30 %.
  • Zum Schluss kam noch einmal ein gemeinsamer Deal mit Vural Öger zustande. Die beiden investierten 80.000 Euro in die Erfindung Popcorn Loop. Dafür bekamen sie Firmenanteile in Höhe von 35 %.

 

Judith Williams investierte in der gesamten Staffel rund 346.500 Euro.

 

Die Höhle der Löwen

Frank Thelen – immer für eine Überraschung gut

 

Wer denkt, dass sich der erfahrene Investor Frank Thelen ausschließlich für Technik-Startups interessiert, der wurde in der 2. Staffel von „Die Höhle der Löwen“ einige Mal überrascht – zum einen, weil der App-Experte einige interessante Deals sausen ließ und zum anderen, weil er in Startups investierte, die überhaupt nicht seiner Expertise entsprechen. Frank Thelen investierte in sechs Startups:

 

  • In die hochwertige Skateboard-Marke Kape Skateboards investierte er 60.000 Euro für 30 %.
  • Das Kosmetik-Startup Dr. Severin konnte nicht nur Judith Williams, sondern auch Frank Thelen gewinnen. Die beiden Löwen teilten sich die Summe von 200.000 Euro und die 25 % Firmenanteile.
  • Für von Floerke holten sich Herr Thelen und Frau Williams noch Herrn Öger mit ins Boot. Zu dritt investierten sie 100.000 Euro und erhielten dafür 33 % des Startups.
  • In der gleichen Konstellation investierte der Technik-Experte Thelen auch in Little Lunch. Hier flossen ebenfalls 100.000 Euro – allerdings für 30 %.
  • Bei der App MyDog365 fand Frank Thelen wieder zu seinen Wurzeln zurück. Hier war er bereit, 150.000 Euro für 20 % der Anteile zu investieren
  • Auch die Technik-Spielereien von TobyRich konnten den Investor überzeugen. Das charismatische Gründer-Duo erhielt von Frank Thelen 350.000 Euro für 15 % der Firmenanteile.

Frank Thelen hat insgesamt rund 666.500 Euro in die genannten Startups investiert.

 

Vural Öger – vielseitige Investments

 

Auch Vural Öger, seines Zeichens Reise-Unternehmer mit Leib und Seele, überraschte durch seine Investment. Ähnlich wie Frau Williams hat auch er sich darauf fokussiert, gemeinsam mit anderen Löwen zu investieren. Die Ausnahme bildete das Startup Coffee Bags. Wie nun bekannt wurde, platzte dieser Deal (150.000 Euro für 33 %) allerdings im gegenseitigen Einverständnis. Der Grund: Es gab zu viele Diskrepanzen zwischen dem Investor und den Gründern. Vural Öger hat in sieben Startups investiert:

 

  • Die Herren-Accessoires von von Floerke konnten nicht nur Judith Williams und Frank Thelen, sondern auch Vural Öger überzeugen. Er beteiligt sich an dem Investment in Höhe von 100.000 Euro.
  • Genauso verhielt es sich bei den Gourmet-Suppen von Little Lunch. Auch hier wurden 100.000 Euro – aufgeteilt auf drei Löwen – investiert.
  • Zusammen mit Judith Williams investierte Vural Öger 50.000 Euro in das Startup Gourmetfix.
  • Bei dem speziellen Lieferservice von Dinnery konnte Vural Öger in Lencke Steiner eine Geschäftspartnerin finden. Die beiden Feinschmecker investierten 100.000 Euro in das Startup und erhielten dafür 26 % der Firmenanteile.
  • Die Bademeisterei konnte nicht nur Judith Williams, sondern auch Vural Öger und Jochen Schweizer überzeugen. Es kam zu einem Investment in Höhe von 350.000 Euro für 30 % Anteile des Unternehmens.
  • Gemeinsam mit Herrn Schweizer investierte Vural Öger außerdem in den biologischen Pflanzendünger von GreenLab. Die beiden Geschäftsmänner stellten dafür 110.000 Euro für 26 % zur Verfügung.
  • Das leckere Popcorn, das mit dem Popcorn Loop zubereitet wird, überzeugte Vural Öger und Judith Williams gleichermaßen. Gemeinsam investierten sie 80.000 Euro in das Startup und erhielten dafür 35 % der Anteile.

 

Vural Öger hat somit eine Gesamt-Summe von rund 292.500 Euro investiert.

 

Jochen Schweizer – Viele Investments, viel Kritik

 

Jochen Schweizer dürfte den meisten Zuschauern von „Die Höhle der Löwen“ am besten im Gedächtnis geblieben sein. Kein anderer Löwe hat so häufig wie er investiert. Gleichzeitig ließ es sich der erfolgreiche Unternehmen auch nie nehmen, ein Startup zu kritisieren, wenn es ihn nicht überzeugen konnte. Durch seine Sprüche hat er maßgeblich zum Unterhaltungs-Faktor der Show beigetragen. Jochen Schweizer hat in folgende neun Startups investiert:

 

  • Die Wirsing-Chips von Heimatgut kamen bei Herrn Schweizer gut an. Er investierte 125.000 Euro für 15 % der Firmenanteile.
  • Zusammen mit Lencke Steiner ging er einen Deal mit den Gründern von Babo Blue, dem ersten blauen Bier, ein. Hier wurden 100.000 Euro für 25,1 % investiert.
  • Auch die kleinen Mini-Gärten von Mobile Garden konnten den Erlebnis-Experten überzeugen. Er unterstützte das Startup mit 20.000 Euro.
  • Bei der Online Banking-App Lendstar witterte Jochen Schweizer ein gutes Geschäft für sein gesamtes Unternehmen. Er investierte daher selbstbewusst 250.000 Euro und erhielt dafür 6,14 %.
  • Die Bademeisterei ging einen Deal mit Jochen Schweizer, Judith Williams und Vural Öger ein. Das Investment betrug 350.000 Euro für 30 % der Firmenanteile.
  • Der Bio-Dünger GreenLab sorgte dafür, dass das Natur-Herz von Jochen Schweizer höher schlug. Hier investierte er gemeinsam mit Vural Öger 110.000 Euro für 26 %.
  • Nachdem der Ex-Stuntman immer wieder betont hatte, dass er zuckerhaltige Nahrungsmittel ablehne, konnten ihn der natürliche Schokoladen-Drink von koawach und die beiden Gründer dahinter überzeugen. Er unterstützte das Startup mit 120.000 Euro für 15 %.
  • Nicht nur der Skolder, sondern das komplette Unternehmen iFlow hat das Interesse von Jochen Schweizer geweckt. Es kam zu einem großen Deal: 360.000 Euro für 33 %.
  • Der letzte Deal der 2. Staffel ging ebenfalls auf das Konto von Jochen Schweizer: Er investierte 80.000 Euro in die My Schoko World und erhielt dafür 25,1 % der Unternehmensanteile.

 

Addiert man alle Investments von Jochen Schweizer miteinander, kommt man auf die beeindruckende Summe in Höhe von rund 1.176.500 Euro. Damit dürfte klar sein, dass Jochen Schweizer der „König der Löwen“ ist. Kein anderer Juror hat so viel Geld wie er in die Startups der 2. Staffel investiert.

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